Kategorie: Ambulante Pflege

  • Pflegegrad 2 – erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit

    Pflegegrad 2 – erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit

    Der Pflegegrad 2 steht für eine erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit. Lest hier, was das bedeutet und welche Betreuungs- und Entlastungsleistungen, Hilfsmittel sowie Wohnraumanpassungsleistungen Pflegebedürftigen zustehen.


    Pflegegrad 2 – erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit

    Wie viele Punkte für Pflegegrad 2?

    Für die Einstufung in Pflegegrad 2 werden bei der pflegebedürftigen Person für die eingeschränkte Selbstständigkeit 27 bis unter 47,5 Punkte festgestellt.

    -> Pflegegrad beziehungsweise Höherstufung beantragen.

    Was bedeutet erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit?

    1. Mobilität

    Die betroffene Person benötigt regelmäßig Hilfe beim Fortbewegen in der Wohnung (Türschwellen, Stufen etc.) und beim Zu-Bett-Gehen und Aufstehen. Außerdem müssen ihr meist durch eine zweite Person Gehhilfen bereitgestellt werden.

    2. Kognitive und kommunikative Fähigkeiten (Wahrnehmung, Erkennen, Denken, Sprechen)

    Bei der Einstufung in den Pflegegrad 2 sind die kognitiven Fähigkeiten, wie Bedürfnisse mitteilen, eigene Entscheidungen treffen etc. noch nicht eingeschränkt. Demenzkranke benötigen erste Hilfestellungen, um regelmäßig zu essen/trinken, sich zu waschen sowie beim Kleiderwechsel.

    3. Verhaltensweisen und psychische Problemlagen

    Die Person benötigt häufiger Hilfe (z. B. Erinnerungszettel schreiben, Mut zusprechen etc.) als bei Pflegegrad 1. Gründe hierfür sind psychische Beschwerden wie Ängste, Aggressionen, Verwirrtheit oder Erinnerungslücken – häufig verursacht durch Erkrankungen wie Demenz, Parkinson und Depressionen.

    4. Selbstversorgung

    Bei einer erheblichen Beeinträchtigung der Selbstständigkeit benötigen Pflegebedürftige bei der Selbstversorgung zum Beispiel regelmäßige Hilfe bei der Körperpflege, beim Einkaufen und teilweise beim Kleiderwechsel.

    5. Bewältigung und selbstständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen

    Die Person benötigt Zuspruch und Unterstützung bei krankheitsbedingten Therapien und medizinischen Behandlungen beziehungsweise Erkrankungen wie

    • Wechsel von Kompressionsstrümpfen
    • Diabetes – regelmäßige Insulin-Injektionen
    • künstlicher Darmausgang (Anus praeter)
    • Luftröhrenstoma (Tracheostoma)

    6. Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte

    Beim Pflegegrad 2 können Betroffene ihren Tag noch teilweise mit Unterstützung selbst gestalten, benötigen aber zum Beispiel bei der Kontaktpflege wie Besuche empfangen/tätigen erste Unterstützung.

    Welche Ansprüche gelten bei Pflegegrad 2?

    Ab dem Pflegegrad 2 benötigt die pflegebedürftige Person wesentlich mehr Unterstützung im Alltag als beim Pflegegrad 1. Es kommen daher weitere elementare Ansprüche hinzu:

    Weitere Pflegeleistungen ab Pflegegrad 2

    Pflegegeld „für selbst beschaffte Pflegehilfen“

    Beim Pflegegrad 2 haben alle Pflegebedürftigen Anspruch auf 347 Euro Pflegegeld monatlich, das ihnen von gesetzlichen sowie von privaten Pflegekassen zur Verfügung gestellt wird. Voraussetzung dafür ist aber, dass die Person zu Hause und beispielsweise durch pflegende Angehörige, Freund:innen oder Ehrenamtliche gepflegt und betreut wird.

    Ist zusätzlich ein ambulanter Pflegedienst involviert, verringert sich der Pflegegeldbetrag allerdings je nach erbrachten Leistungen des Pflegedienstes. Pflegegeld ist daher vor allem dann sinnvoll, wenn die Pflege ausschließlich oder zum größten Teil von Privatpersonen übernommen wird. Außerdem kann das Pflegegeld zum Beispiel auch für Betreuungs- oder Haushaltshilfen genutzt werden.

    Verpflichtender Beratungseinsatz (Paragraf 37.3 SGB XI)!

    Zwar wird das Pflegegeld ohne Nachweispflicht monatlich gezahlt, allerdings müssen pflegende Angehörige/Freund:innen alle sechs Monate an einem sogenannten Beratungseinsatz/Beratungsbesuch (nach Paragraf 37.3 SGB XI) teilnehmen. Die Pflegeberatung ist kostenlos, damit Pflegebedürftige und Pflegende im Alltag bestmöglich unterstützt werden. Angeboten wird der verpflichtende Beratungseinsatz von ambulanten Pflegediensten wie dem Pflegedienst Sensus sowie von qualifizierten Pflegeberater:innen oder Unternehmen, die von der jeweiligen Pflegekasse beauftragt werden.

    Pflegesachleistungen

    Die Pflegesachleistungen dienen dazu, die häusliche Pflege von einem ambulanten Pflegedienst beziehungsweise qualifizierten Pflegekräften durchführen zu lassen. Bei Pflegegrad 2 stellt euch die Pflegekasse dafür 796 Euro monatlich zur Verfügung. Wie bereits erwähnt, ist es auch möglich, Pflegegeld und Pflegesachleistungen zu kombinieren.

    Pflegegeld und Pflegesachleistung als Kombinationsleistung

    Die Kombinationsleistung lohnt sich dann, wenn ihr einen Pflegedienst in Anspruch nehmt, aber der Pflegesachleistungsbetrag nicht komplett ausgeschöpft wird – ihr also einen Teil der Pflege und Betreuung privat organisiert. Hier gilt allerdings einiges zu beachten!

    Hannelore vom Pflegedienst Sensus: „Eines der häufigsten Missverständnisse, wenn Pflegegeld und Pflegesachleistungen als Kombinationsleistung in Anspruch genommen werden: Meist gehen pflegende Angehörige davon aus, dass beide Beträge in einen Topf wandern. Sie erhalten aber immer nur den Restbetrag des Pflegegeldes und nicht der Pflegesachleistung – letzteres ist ja wesentlich höher. Übernimmt der Pflegedienst also beispielsweise 70 Prozent der Pflege und die Angehörigen 30 Prozent, bekommen sie nur 30 Prozent des Pflegegeldes ausgezahlt. Auf den Restbetrag der Pflegesachleistung haben sie also keinen Anspruch.

    Nehmt ihr nur Pflegegeld in Anspruch, erhaltet ihr den monatlichen Betrag immer zu Beginn eines Monats. Bei der Kombinationsleistung erfolgt die Berechnung des Pflegegeldes erst nach Rechnungseingang der Pflegesachleistung bei der Pflegekasse – also nach Ablauf eines Leistungsmonats. Daher wird euch das anteilige Pflegegeld erst rund sechs Wochen später ausgezahlt.

    Verhinderungspflege

    Die Verhinderungspflege dient dazu, Pflegende für einige Stunden oder Tage zu vertreten. Pro Kalenderjahr habt ihr ab Pflegegrad 2 Anspruch auf bis zu 6 Wochen beziehungsweise 42 Tage auf Verhinderungspflege. Dafür stehen euch ebenfalls pro Jahr 1.685 Euro für einen ambulanten Pflegedienst oder private Pflegende zur Verfügung.

    Kurzzeitpflege

    Manchmal sind Pflegebedürftige, die eigentlich zu Hause versorgt werden, Tage bis Wochen auf stationäre Pflege angewiesen. Dies kann zum Beispiel nach einer Operation oder nachdem sich der Gesundheitszustand schnell verschlechtert hat, der Fall sein. Pro Kalenderjahr habt ihr ab Pflegegrad 2 Anspruch auf bis zu 8 Wochen beziehungsweise 56 Tage und es stehen euch dafür 1.854 Euro jährlich zur Verfügung.

    Verhinderungs- und Kurzzeitpflege in Kombination

    Hannelore hat zwei Beispiele für euch:

    1. Muss die pflegebedürftige Person zur Kurzzeitpflege in ein Pflegeheim – können Kurzzeit- und Verhinderungspflege zu 100 Prozent zur Finanzierung genutzt werden.

    2. Wird die Person durch einen ambulanten Pflegedienst versorgt, kann zur Finanzierung zu 100 Prozent die Verhinderungspflege und zu 50 Prozent der Betrag der Kurzzeitpflege verwendet werden.

    Beide Ansprüche gelten jeweils immer bis einschließlich Juni des darauffolgenden Kalenderjahres.

    Tages- oder Nachtpflege

    Die Tages- oder Nachtpflege bedeutet, dass die pflegebedürftige Person entweder die Nacht oder tagsüber stationär gepflegt beziehungsweise betreut wird und die restliche Zeit zu Hause lebt. Mit Pflegegrad 2 stehen euch für die Tages- oder Nachtpflege 721 Euro monatlich zur Verfügung – eine tägliche Pflege/Betreuung lässt sich damit allerdings noch nicht abdecken.

    Entlastungsbetrag ab Pflegegrad 2

    Der Entlastungsbetrag beträgt für jeden Pflegegrad 131 Euro monatlich und kann beispielsweise für eine Haushaltshilfe oder zusätzlich für die bereits genannten Leistungen wie Tages- und Nachtpflege, Kurzzeitpflege, ambulante Pflege/Betreuung (ohne Grundpflege) etc. genutzt werden.

    (Pflege-)Hilfsmittel

    Für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch bekommt ihr wie bei Pflegegrad 1 bis zu 42 Euro monatlich.

    Hausnotruf

    Beim Hausnotruf gilt auch eine monatliche Kostenbeteiligung von 25,50 Euro.

    Ergänzende Leistungen für Pflegegrad 2

    • Pflegeunterstützungsgeld – Lohnersatzleistung für pflegende Angehörige bis zu 10 Tage pro Jahr
    • kostenlose Pflegeberatung (neben dem verpfl. Beratungseinsatz)
    • Wohngruppenzuschuss – 224 Euro monatlich unabhängig von der Pflegegradhöhe
    • Digitale Pflegeanwendungen (DiPA) – bis zu 53 Euro monatlich unabhängig von der Pflegegradhöhe
    • vollstationäre Pflege im Heim – 805 Euro monatlich bei Pflegegrad 2
    • kostenlose Pflegeberatung und Pflegekurse für Angehörige

    Anm. d. Redaktion: Alle finanziellen Leistungen gelten für das Jahr 2025.

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  • Pflegegrad 1 – geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit

    Pflegegrad 1 – geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit

    Der Pflegegrad 1 steht für eine geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit. Wir erklären euch, welche Beeinträchtigungen hierbei bestehen und welche Betreuungs- und Entlastungsleistungen, Hilfsmittel sowie Wohnraumanpassungsleistungen euch zustehen.


    Nachdem wir euch mit den wichtigsten Tipps versorgt haben, um einen Pflegegrad zu beantragen, erfahrt ihr jetzt einige Fakten zum Pflegegrad 1.

    Pflegegrad 1 – geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit

    Wie viele Punkte für Pflegegrad 1?

    Um in den Pflegegrad 1 eingestuft zu werden, muss die pflegebedürftige Person für die Einschränkung der Selbstständigkeit zwischen 12,5 bis unter 27 Punkte erreichen.

    Was bedeutet geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit?

    1. Mobilität

    Die betroffene Person benötigt leichte Hilfe wie beim Ein- und Aussteigen in die Dusche/Badewanne, Unterstützung beim Treppensteigen oder beim Verlassen/Betreten der Wohnung.

    2. Kognitive und kommunikative Fähigkeiten (Wahrnehmung, Erkennen, Denken, Sprechen)

    Bei der Einstufung in den Pflegegrad 1 funktionieren die kognitiven Fähigkeiten wie Bedürfnisse mitteilen, eigene Entscheidungen treffen etc. noch gut. Mögliche erste Probleme können zum Beispiel eine erhöhte Sturzgefahr drinnen oder draußen sein, da unter anderem Risiken schlechter oder langsamer eingeschätzt werden.

    3. Verhaltensweisen und psychische Problemlagen

    Die Person benötigt leichte Hilfe (z. B. Erinnerungszettel schreiben, Mut zusprechen etc.) aufgrund psychischer Beschwerden wie Ängsten, Aggressionen, Verwirrtheit oder Erinnerungslücken – häufig verursacht durch Erkrankungen wie Demenz, Parkinson oder Depressionen.

    4. Selbstversorgung

    Bei einer geringen Beeinträchtigung der Selbstständigkeit benötigt die betroffene Person bei der Selbstversorgung zum Beispiel leichte Hilfe beim Waschen/der Körperpflege, An- und Auskleiden und Einkaufen.

    5. Bewältigung und selbstständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen

    Möglicherweise benötigt die hilfsbedürftige Person Zuspruch und Unterstützung bei krankheitsbedingten Therapien und medizinischen Behandlungen.

    6. Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte

    Beim Pflegegrad 1 kann die betroffene Person ihren Tag mit Dingen wie Spaziergängen (manchmal mit Unterstützung), Telefonate führen, Besuche empfangen/tätigen, Lesen, Musik hören etc. noch selbst gestalten.

    Welche Ansprüche bei Pflegegrad 1?

    Betreuungs- und Entlastungsleistungen (Entlastungsbetrag)

    Mit anerkanntem Pflegegrad 1 stehen den pflegenden Angehörigen und der pflegebedürftigen Person 131 Euro monatlich zur Verfügung. Hiermit können Leistungen von ambulanten Pflegediensten wie dem Pflegedienst Sensus oder anerkannten Alltagshilfen in Anspruch genommen werden. Sie müssen entweder die pflegenden Angehörigen entlasten oder Pflegebedürftige zu mehr Selbstständigkeit verhelfen.

    Mögliche Leistungen können zum Beispiel Begleitung zu Ärzt:innen, Einkäufe, Spaziergänge, Vorlesen und Beschäftigen oder Unterstützung im Haushalt (Reinigung, Gartenpflege etc.) sein.

    Welche Leistungen vom Entlastungsbetrag abgedeckt werden, ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Die Leistungen erfahrt ihr beispielsweise durch die jeweilige Webseite der Länderregierung oder indem ihr euch von einem ambulanten Pflegedienst beraten lasst. Die Kostenerstattung erfolgt erst, nachdem ihr die Rechnungsbelege bei der Pflegekasse eingereicht habt („Anspruch auf Kostenerstattung“). Ihr müsst also entweder in Vorleistung gehen oder ihr unterschreibt eine sogenannte Abtretungserklärung, damit euer Pflegedienst die Rechnungen direkt bei der Pflegekasse einreichen kann.

    Hannelore vom Pflegedienst Sensus: „Viele Pflegebedürftige oder pflegende Angehörige wissen gar nicht, dass ihnen dieser monatliche Entlastungsbetrag zusteht. Anders gesagt, erfahren sie oft nur von der Leistung, wenn sie sich bereits von einem Pflegedienst beraten lassen oder sich bei der Pflegekasse nach den geltenden Ansprüchen erkundigen. Ganz wichtig: Der Jahresanspruch des vergangenen Jahres behält bis zum 30. Juni des folgenden Jahres seine Gültigkeit. Die nicht verwendete Summe kann dann zum Beispiel auch für Tages- oder Nachtpflege oder Kurzzeitpflege – beispielsweise weil pflegende Angehörige im Urlaub sind – verwendet werden.“

    (Pflege-)Hilfsmittel

    Alle Personen, die krankenversichert sind, haben Anspruch auf Hilfsmittel, die daher unabhängig von einem Pflegegrad sind und werden durch ein ärztliches Rezept verordnet.
    Pflegehilfsmittel (im Wert von bis zu 42 Euro monatlich) erhaltet ihr dagegen nur über einen Pflegegrad – unabhängig ist hierbei die Pflegegrad-Höhe.

    Pflegehilfsmittel zum Verbrauch wie …

    • Inkontinenzmaterial
    • Desinfektionsmittel
    • med. Einmalhandschuhe
    • Krankenunterlagen

    Technische Pflegehilfsmittel wie …

    • Pflegebett
    • Rollstuhl
    • Toilettenstuhl/Duschhocker

    Hausnotruf

    Lebt ein Mensch mit anerkanntem Pflegegrad allein in seiner Wohnung oder ist über mehrere Stunden allein und ist wahrscheinlich nicht in der Lage, per Telefon den Notruf zu wählen, sollte er einen Hausnotruf beantragen. Dieser wird mit 25,50 Euro monatlich bezuschusst und zählt auch zu den technischen Pflegehilfsmitteln. Er wird aber dennoch separat berechnet und ist an einheitliche Bedingungen geknüpft.

    Wohnraumanpassung (wohnumfeldverbessernde Maßnahmen)

    Ab dem Pflegegrad 1 steht Pflegebedürftigen zum Beispiel eine Rampe zum sicheren Verlassen und wieder Aufsuchen der Wohnung, ein Treppenlift, eine begehbare Dusche und eine Toilette mit Haltegriffen zu.
    Pro Umbau-Projekt – also beispielsweise den Umbau des Badezimmers und/oder den Einbau eines Treppenlifts erhaltet ihr jeweils bis zu 4.180 Euro Zuschuss für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen von der Pflegeversicherung.

    Ergänzende Leistungen bei Pflegegrad 1

    • Pflegeunterstützungsgeld – Lohnersatzleistung für pflegende Angehörige bis zu 10 Tage pro Jahr
    • Wohngruppenzuschuss – 224 Euro monatlich unabhängig von der Pflegegradhöhe
    • Digitale Pflegeanwendungen (DiPA) – bis zu 40 Euro monatlich unabhängig von der Pflegegradhöhe (plus Anleitung)
    • vollstationäre Pflege im Heim – 131 Euro monatlich bei Pflegegrad 1
    • kostenlose Pflegeberatung und Pflegekurse für Angehörige (dazu zählt auch der freiwillige Beratungseinsatz nach Paragraf 37.3)

    Welche Ansprüche habt ihr bei Pflegegrad 1 nicht?

    Diese Ansprüche gelten erst ab Pflegegrad 2

    • Pflegegeld
    • Pflegesachleistungen
    • Verhinderungspflege
    • Kurzzeitpflege
    • Tages- und Nachtpflege

    Anm. d. Redaktion: Alle finanziellen Leistungen gelten für das Jahr 2026.

  • Pflegegrad beantragen – gewusst wie!

    Pflegegrad beantragen – gewusst wie!

    Pflegegrad beantragen: Um Pflegegeld und Pflegesachleistungen von der Pflegekasse/Pflegeversicherung beziehen zu können, müsst ihr mit Beginn der Pflegebedürftigkeit einen Pflegegrad-Erstantrag beziehungsweise eine Höherstufung bei einer bestehenden Pflegebedürftigkeit beantragen. Wir erklären euch, wofür die Bezeichnung Pflegegrad steht, wie ihr einen Pflegegrad beantragt, welche Kriterien dabei gelten und wer euch dabei unterstützt.


    Für viele Menschen ist es ein großer Schritt, sich einzugestehen, dass sie Hilfe im Alltag benötigen – schließlich geben sie einen Teil ihrer Selbstständigkeit auf. Ein Pflegegrad-Erstantrag wird daher oft erst gestellt, wenn es bereits an allen Ecken und Enden brennt.

    Was bedeutet Pflegegrad?

    Um einen Pflegegrad zu erhalten und die dazugehörigen Pflegesachleistungen sowie Pflegegeld beziehen zu können, muss die pflegebedürftige Person in ihrer Selbstständigkeit und ihren Fähigkeiten eingeschränkt sein. Je höher der Grad der Beeinträchtigungen, desto höher ist der Pflegegrad und desto mehr Leistungen stehen ihr zu.

    Es gibt 5 Pflegegrade:

    Pflegegrad 1: geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit
    Pflegegrad 2: erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit
    Pflegegrad 3: schwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit
    Pflegegrad 4: schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit
    Pflegegrad 5: schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit speziellen Anforderungen an die pflegerische Versorgung

    Was ist die Pflegeversicherung?

    Um die Leistungen überhaupt beziehen zu können, gibt es die Pflegeversicherung. Die Pflegeversicherung wurde am 01. Januar 1995 für alle gesetzlich und privat versicherte Menschen eingeführt. Jeder Versicherte war und ist gesetzlich verpflichtet, monatlich in eine Pflegekasse einzuzahlen.

    Von Pflegestufe zum Pflegegrad

    Am 01. April 1995 wurden erstmalig von allen Pflegekassen Leistungen nach Pflegestufen anerkannt. Damals gab es 3 Pflegestufen. Entscheidend für die jeweilige Einstufung war der Zeitaufwand, den die hilfsbedürftige Person pro Tag benötigte. Je größer der Zeitaufwand, desto höher die Pflegestufe.
    Im Laufe der Jahre wurde aufgrund des demografischen Wandels deutlich, dass die Einstufungskriterien der Pflegebedürftigkeit reformiert werden müssen. So führt eine längere Lebenserwartung beispielsweise zu einer Zunahme von demenziellen Erkrankungen.
    Auf der Grundlage der drei neuen Pflegestärkungsgesetze (PSG I, II und III) traten dann am 1. Januar 2017 die Pflegegrade 1 bis 5 in Kraft, die eine individuellere Anpassung an den jeweiligen Versorgungsaufwand möglich machen.
    Seitdem gilt auch eine neue Berechnungsgrundlage: Entscheidend ist nicht mehr der Zeitaufwand der täglichen Pflege, sondern der Grad der Selbstständigkeit, um in einen Pflegegrad eingestuft zu werden. Besonders Menschen, die durch Demenz oder psychische Erkrankungen in ihrem Alltag eingeschränkt sind, erhalten dadurch leichter Unterstützung beziehungsweise einen Pflegegrad.

    Pflegegrad-Erstantrag und Höherstufung beantragen – so geht’s!

    Versicherte beziehungsweise deren Angehörige oder andere bevollmächtigte Personen müssen zunächst einen Antrag auf einen Pflegegrad beziehungsweise eine Höherstufung bei der Pflegekasse/Krankenkasse stellen. Den Antrag könnt ihr unkompliziert per Anruf, schriftlich oder digital anfordern und ausfüllen.
    Dieser wird in der Regel formlos und nach persönlichen Stammdaten gestellt und muss dann wieder unterschrieben bei der Pflegekasse eingereicht werden. Die Einstufung erfolgt darauf durch eine Begutachtung des Medizinischen Dienstes oder einer privaten Prüfstelle wie zum Beispiel Medicproof, sofern die pflegebedürftige Person privat versichert ist.

    Die wichtigsten Tipps

    Die jeweilige Prüfstelle besucht euch zu Hause oder auch im Krankenhaus, um die Pflegebedürftigkeit zu beurteilen.

    Das solltet ihr für die Prüfung bereithalten:

    1. Arztberichte und Diagnosen
    2. Schwerbehindertenausweis
    3. Führt vor dem Besuch mindestens sieben Tage lang ein Pflegetagebuch, in dem ihr ALLE anfallenden Hilfestellungen und Betreuungsaufgaben auflistet wie …
    • Medikamentengabe
    • Pflege
    • Ernährung
    • Haushalt
    • Außer-Haus-Erledigungen (Arztbesuche, Behördengänge, Einkäufe etc.)
    • Betreuung

    Was sind die Voraussetzungen für einen anerkannten Pflegegrad?

    Begutachtung und Pflegegutachten zur Feststellung einer Pflegebedürftigkeit

    Der Medizinische Dienst oder die private Prüfstelle beurteilt die noch vorhandene Selbstständigkeit und dadurch den Grad der Pflegebedürftigkeit anhand eines Pflegegutachtens, das aus sechs Modulen, die jeweils noch mal aus bis zu 16 Kriterien bestehen, zusammensetzt:

    1. Mobilität
    2. Kognitive und kommunikative Fähigkeiten
    3. Verhaltensweisen und psychische Problemlagen
    4. Selbstversorgung
    5. Bewältigung und selbstständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen
    6. Gestaltung des Alltagslebens und soziale Kontakte

    Die Gesamtpunktzahl aller Module entscheidet dann über den Pflegegrad. Es können bis zu 100 Punkte für die eingeschränkte Selbstständigkeit vergeben werden – je geringer die Selbstständigkeit, umso höher fallen die Punktzahl und dementsprechend auch der Pflegegrad aus.

    Nach der Prüfung teilt der medizinische Dienst der Pflegekasse seine Einschätzungen anhand des Pflegegutachtens mit. Den Pflegegrad bestimmt schlussendlich die Pflegekasse, die euch den Pflegegerad-Bescheid nach spätestens 25 Arbeitstagen – Frist gilt ab dem Tag der Antragsstellung – schriftlich mitteilen muss. Die Frist kann sich verlängern, wenn …

    • eine Verzögerung eintritt, die nicht durch die Pflegeversicherung entstanden ist.
    • ihr aufgefordert werdet, noch fehlende Unterlagen einzureichen.

    Stellt ihr einen Eilantrag, besteht eine verkürzte Frist für die Pflegekasse. Dazu bald mehr.

    Unser Tipp: Viele Menschen fühlen sich bei der Antragsstellung sehr unsicher. Falls ihr dabei Unterstützung benötigt, könnt ihr euch an Pflegedienste in eurer Nähe wie zum Beispiel den Pflegedienst Sensus wenden. Sie unterstützen euch während des gesamten Prozesses.

     

    Titelbild: © Adobe Stock – Prostock-studio

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    Warto zwrócić uwagę na regularne promocje, które mogą obejmować cashback czy turnieje z nagrodami. Uczestnicy powinni śledzić sekcję promocji, aby nie przegapić okazji do zwiększenia swojego kapitału i zdobycia atrakcyjnych nagród. Każda z tych opcji oferuje dodatkowe możliwości, dając większą swobodę graczom.

    Jak ocenić bezpieczeństwo i rzetelność Vavada Casino?

    Aby zdecydować o bezpieczeństwie platformy hazardowej, sprawdź jej licencje. Posiadanie ważnej licencji od renomowanego organu, takiego jak Malta Gaming Authority czy UK Gambling Commission, jest kluczowym wskaźnikiem. Te agencje zapewniają, że operatorzy przestrzegają surowych zasad ochrony graczy.

    Weryfikacja technologii zabezpieczeń to kolejny krok. Upewnij się, że witryna wykorzystuje szyfrowanie SSL. To technologia, która chroni dane użytkowników, co jest niezbędne dla bezpiecznych transakcji finansowych. Możesz to sprawdzić, zwracając uwagę na adres URL – powinien zaczynać się od „https://.“

    • Przeczytaj recenzje graczy w internecie.
    • Sprawdź fora tematyczne pod kątem opinii i doświadczeń innych użytkowników.
    • Analizuj czas reakcji obsługi klienta – szybki kontakt jest oznaką profesjonalizmu.

    Obejrzyj dostępne metody płatności. Bezpieczne platformy oferują różnorodne opcje przelewów, w tym popularne e-portfele oraz kryptowaluty. Należy unikać serwisów akceptujących jedynie płatności bankowe lub karty kredytowe, co może wskazywać na brak zaufania.

    1. Sprawdź regulamin dotyczący wypłat. Transparentne zasady to sygnał rzetelności.
    2. Zwróć uwagę na czas przetwarzania wypłat. Operatorzy z długimi okresami rozliczeniowymi mogą budzić wątpliwości.

    Na koniec, zwróć uwagę na inicjatywy społecznej odpowiedzialności. Serwisy, które angażują się w walkę z uzależnieniem od hazardu i promują odpowiedzialne gry, są zwykle bardziej rzetelne. Poszukiwanie informacji o takich działaniach może dostarczyć istotnych wskazówek o etyce operatora.


  • Smart Home für Senior:innen – länger selbstbestimmt leben durch Ambient Assisted Living

    Smart Home für Senior:innen – länger selbstbestimmt leben durch Ambient Assisted Living

    Smart Home für Senior:innen? Was ist das jetzt schon wieder? Ihr ahnt es bereits: Es geht um Digitalisierung – und die hat manchmal eben doch einige Vorteile: „Alexa, dreh die Heizung runter.“ „Siri, spiel Musik.“ Während sich diese Sätze für manche Menschen immer noch wie eine unhöfliche Aufforderung an sein Gegenüber anhören, sind sie für andere längst gängige Sprachbefehle, die ihnen den Alltag erleichtern. Allerdings nicht, weil sie eine andere Person die Arbeit verrichten lassen, sondern Smart-Home-Systeme (schlaues oder intelligentes Zuhause) beziehungsweise computergesteuerte Geräte und Funktionen. So auch Smart Home für Senior:innen oder Ambient Assisted Living (Alltagstaugliche Assistenzlösungen) – kurz AAL – genannt. Wer will nicht im Alter so lange wie möglich selbstbestimmt und sicher im eigenen zu Hause leben?

    Denn leider läuft es ja so: Je älter wir werden, desto mehr Stolpersteine machen uns buchstäblich den Alltag schwerer und gefährlicher. Speziell dann, wenn wir an Demenz erkrankt sind, schwere körperliche oder geistige Behinderungen haben. Smart-Home-Systeme können dann die Lösung sein.

    Wie wird Smart Home bedient?

    Neben der Bedienung über Apps und Schalter werden Smart-Home-Systeme durch einfache und individuell einstellbare Sprachbefehle mit Amazon Alexa, Google Assistant oder Apple HomeKit/Siri gesteuert. So kann nicht nur die Lieblingsmusik einfach abgespielt, sondern zum Beispiel auch das Licht durch eine kurze Aufforderung gedimmt werden.

    Welche Funktionen bietet Smart Home Senior:innen, Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderungen?

    Erweiterter Hausnotruf (passiver Notruf)

    Im Vergleich zum klassischen Hausnotruf (aktiver Hausnotruf) muss die hilfsbedürftige Person keinen Knopf drücken oder den Notruf am Handgelenk tragen, um ihn auszulösen. Bei dem erweiterten oder passiven Hausnotruf passiert dies beispielsweise bei Stürzen durch Bewegungsmelder oder durch GPS-Ortungssysteme (Geo-Fencing) – das bedeutet, dass immer dann ein Alarm ausgelöst wird, wenn sich die Person aus dem zuvor festgelegten Gebiet entfernt hat.

    Zahlen Pflege- oder Krankenkasse den erweiterten Hausnotruf?

    In der Regel übernimmt die Pflegekasse bislang nur den Grundpreis für den klassischen Hausnotruf, sofern mindestens Pflegerad 1 vorliegt, die pflegebedürftige Person allein lebt bzw. den Großteil des Tages auf sich allein gestellt ist oder eine im Haushalt lebende Person in einer Notsituation nicht ausreichend unterstützen kann. Außerdem muss die Person in der Lage sein, den Hausnotruf selbstständig zu betätigen. Demenz kann also beispielsweise zu einer Ablehnung der Kostenübernahme führen. Da die Studienlage bislang zu gering ist, werden digitale Hilfsmittel in der Regel von der Pflege- oder Krankenkasse nicht unterstützt. Es kann sich in akuten Fällen trotzdem lohnen, einen Antrag auf wohnumfeldverbessernde Maßnahmen bei der Pflegekasse oder als Hilfsmittel bei der Krankenkasse zu stellen. Da die Beurteilung bislang nicht einheitlich erfolgt, besteht zumindest eine kleine Chance, finanzielle Unterstützung für digitale Maßnahmen beziehungsweise Hilfsmittel zu bekommen. Wird ein Antrag abgelehnt, kann Widerspruch eingelegt werden. Derzeit verändert sich viel auf diesem Gebiet und in Einzelfällen haben gerichtliche Beschlüsse dafür gesorgt, dass Betroffene die notwendige Unterstützung bekommen. Auch wenn es meist viel Zeit und Kraft kostet: Gebt nicht zu schnell auf!

    Weitere Smart-Home-Funktionen, die Senior:innen entlasten und für Sicherheit sorgen

    • Herdausschaltung – beispielsweise, wenn man kocht und seit zehn Minuten nicht mehr in der Küche hantiert hat
    • Licht- und Stromschaltung mit einem einzigen Schalter (Zentral–Ausschalter) bedienen – Kühlschrank, Telefon und Waschmaschine bleiben an
    • Rauch- und Gasmelder, die über eine App Gefahr melden – viele davon verfügen bereits über eine integrierte Sturzerkennung
    • höhenverstellbare Küchenschränke und Küchenarbeitsplatten – sinnvoll für Menschen, die im Rollstuhl sitzen
    • höhenverstellbare Toiletten, die automatisch erkennen, welche Person gerade die Toilette benutzt
    • Alarmsysteme bei Einbrüchen und für demente bzw. verwirrte Menschen, wenn sie das Fenster oder die Tür öffnen oder das Bett verlassen (Bettkantenalarm)
    • intelligente Matratzenauflagen bei Inkontinenz – Angehörige und Pflegekräfte werden durch Feuchtigkeitskontrolle über Sensoren informiert, wenn die betroffene Person im Nassen liegt – dient auch der Dekubitus-Vorsorge
    • Gegensprechanlage für das Zimmer – funktioniert wie ein Baby-Phone
    • Haustür, die mit Chipkarte oder Türcode geöffnet wird und sich von selbst schließt
    • Videosystem vor der Haustür oder Gegensprechanlage kann über Smartphone oder Tablet anzeigen, wer an der Tür klingelt, um diese dann mit einem Klick zu öffnen und mit der Person zu sprechen (oder eben nicht)
    • Türklingel- und Telefonverstärker, die lauter klingeln und optische Signale geben
    • Fenster, die sich automatisch öffnen und schließen und „Bescheid“ geben, wenn sie beim Verlassen der Wohnung noch offen sind
    • Licht, das auf Kommando durch Bewegungsmelder an- und ausgeht – besonders bei nächtlichen Toilettengängen (hierfür gibt es spezielle Fußsensormatten, die man vor dem Bett platzieren kann), auf Treppen, im Flur und an Hauseingängen hilfreich
    • Jalousien/Rollläden, die automatisch hoch- und runterfahren
    • Heizung, die die Temperatur automatisch erhöht oder drosselt, beispielsweise wenn man ein Fenster öffnet, in der Nacht oder kurz bevor man nach Hause kommt
    • Waschmaschine, die per App bedient wird – auch eine Überschwemmung wird angezeigt
    • Wassermelder/Wassersensoren, die Alarm geben, wenn Wasser aus- oder überläuft wie zum Beispiel bei der Badewanne oder dem Spülbecken
    • höhenverstellbare Gardinenleiste – kein Treppensteigen mehr, um eine Gardine abzunehmen und aufzuhängen
    • mitdenkender Kühlschrank, der die aus dem Kühlschrank entfernten Lebensmittel erfasst und somit bei der Einkaufsliste behilflich ist
    • mitdenkender Geschirrspüler, der mitteilt, wenn Salz oder Reiniger fehlt/aufgefüllt werden muss
    • Saug-, Wisch- und Mähroboter – entlasten und vereinfachen die Haus- und Gartenarbeit
    • zeitgesteuerte Bewässerungssysteme für den Garten
    • Smart-TV und Smart-Lautsprecher – sind mit dem Internet verbunden und können über Sprachbefehle und Smartphone/Tablet bedient werden
    • spezielle Farb- und Lichtgestaltung für demenzkranke Menschen, die zum Beispiel Tageslicht nachahmen oder beruhigend wirken

    Smart-Home-Funktionen sind verknüpfbar!

    Das Beste an den einzelnen Smart-Home-Funktionen ist, dass sie sich miteinander verknüpfen lassen. Ist beispielsweise die Luft in den Räumen schlecht, öffnen sich die Fenster von selbst. Ist zu diesem Zeitpunkt gerade die Heizung an, bekommt sie den Befehl, runterzufahren. Das ist nicht nur ziemlich smart, sondern effektiv, kostengünstig und umweltbewusst. 😊

    Vorteile für Angehörige – Entlastung und mehr Zeit für die schönen Dinge!

    Niemand möchte permanent auf (pflegende) Angehörige oder Pflegekräften angewiesen sein. Doch je mehr Hilfe wir im Alter benötigen, desto mehr müssen uns (pflegende) Angehörige oder Pflege- und Haushaltskräfte unterstützen. Das kann für Angehörige eine große körperliche und psychische Belastung sein. Ein weiterer Vorteil des Smart Home für Senior:innen ist somit, dass mehr Zeit und Energie für schöne gemeinsame Tätigkeiten und Unternehmungen wie Spaziergänge, ein entspannendes Bad, Kochen und Essen, Vorlesen, Spiele und vieles mehr bleibt. Anders gesagt, können Smart-Home-Funktionen den Kontakt zu Menschen nicht ersetzen. Auch sollte, solange die Sicherheit der/des Senior:en nicht gefährdet ist, auf Kameras in den Räumen verzichtet werden.

    Und nicht zu vergessen ist ein ambulanter Pflegedienst in der Regel nur einige Minuten bis Stunden bei der pflegebedürftigen Person. Umso wichtiger ist es, dass er, der Rettungsdienst und Angehörige im Notfall sofort informiert werden.

    Ist Smart Home zu kompliziert für Senior:innen?

    Nein! Ganz im Gegenteil. Zwar wirft ein Smart-Home-System zu Beginn viele Fragen auf. Fakt ist aber, dass es keine sinnlosen Spielereien sind, sondern das Leben erleichtern, es sicherer und nachhaltiger machen. Sofern wir Smart Home auch wirklich smart nutzen. Grundlegend sollte jedes Smart-Home-System auch bei jüngeren Nutzer:innen durch eine Fachkraft eingerichtet und die Bedienung erklärt werden. Letztere ist einfach und intuitiv. Ein weiterer wichtiger Punkt: Natürlich funktioniert AAL nur mit einem Internetanschluss. Große Umbauten entfallen dafür meist, wodurch viele Produkte auch in Mietwohnungen genutzt werden können. Vorhandene technische Geräte können häufig problemlos aufgerüstet werden.

    Welche Smart-Home-Systeme gibt es und wie steht es um den Datenschutz?

    Die Verbraucherzentrale informiert euch beispielsweise über die Unterschiede zwischen offenen und geschlossenen Systemen, Kabel oder Funk, Smart Meter und erklärt euch, was ihr beim Datenschutz und bei der Installation beachten müsst.

    Übersicht einiger Smart-Home-Systeme

    Einfache Systeme 

    Weitere Systeme

    Anm. d. Red.: Die Auflistung dient nur als grobe Übersicht und ist keine Kaufempfehlung. Macht euch vor einer Beratung eine Liste über die Funktionen, die ihr benötigt, entscheidet nicht vorschnell und holt euch gerade in puncto Sicherheit und Datenschutz Rat von Fachpersonen ein.

    Hier findet ihr eine Übersicht über weitere Vorteile der Digitalisierung.

     

    Titelbild: © Adobe Stock – Bettencourt/peopleimages.com

  • Обзор новых акций и игр в казино Вавада



    Новые акции и игры в казино Вавада осень 2026



    Если вы ищете выгодные предложения и свежие развлечения, обратите внимание на предложения, доступные на вавада казахстан. Платформа обновила свои условия, предлагая множество сюрпризов для пользователей. Вас ждут промокоды и бонусы, которые помогут увеличить ваш банкролл. На данный момент особенно привлекательны условия на депозитные вознаграждения, доступные как новым, так и постоянным игрокам.

    Также обратите внимание на турниры с волнительными призами, которые проходят регулярно. Участие в таких событиях не только добавляет элемент конкуренции, но и возможность выиграть крупные суммы. При этом форматы турниров варьируются, что позволяет даже новичкам найти подходящий вариант. Чтобы не пропустить ключевые события, подписывайтесь на новостные рассылки от платформы.

    Кроме того, стоит выделить разнообразие игровых автоматов, которые постоянно обновляются. Новые слоты привлекают внимание яркой графикой и увлекательным игровым процессом. Топовые игры также имеют шанс на большие выигрыши, а специальные функции, такие как бесплатные вращения и бонусные уровни, значительно повышают шансы на успех. Так что не упустите возможность испытать свою удачу!

    Обзор осенних акций для игроков казино Вавада

    В этом периоде стоит обратить внимание на предложения, которые увеличивают шансы на выигрыш. Замечена тенденция привлечения игроков через бонусы на депозит. Убедитесь, что вы воспользовались инструкциями по их активации, так как это позволяет существенно увеличить банкролл.

    Один из самых выгодных вариантов – это процент на первый депозит, который может достигать 150%. Для этого нужно внести от минимальной суммы на счет и активировать бонус. Учтите, что важно внимательно ознакомиться с условиями отыгрыша, чтобы избежать недоразумений.

    • Конкретные преимущества включают:
      1. Увеличение начального капитала.
      2. Привлечение к другим игровым предложениям.

    Также стоит отметить кэшбэк. Условия могут варьироваться, но обычно это 10% от проигранной суммы за предыдущую неделю. Это не только поможет вернуть часть средств, но и даст возможность попробовать удачу снова без дополнительных вложений.

    Следующий момент – специальные розыгрыши призов. Участие в них возможно при выполнении определенных требований. Обычно они связаны с игрой в выбранные слоты, и у победителей есть шанс получить крупные денежные суммы или выгодные подарки.

    • Некоторые из розыгрышей включают:
      1. Призы за активные ставки.
      2. Лотереи на лучшие результаты игрового времени.

    Главное – не забывайте следить за новостями площадки. Это позволит вам всегда быть в курсе актуальных предложений и принимать участие в наиболее выгодных для себя мероприятиях. Удачи!

    Топ новых игр сезона: что попробовать осенью в Вавада

    Начните с „Mystical Forest“ – захватывающий слотой с высококачественной графикой и множеством бонусов. Эта игра предлагает игрокам уникальную механику, где каждый спин открывает возможность активировать специальные функции, увеличивая шансы на выигрыш до 5000x. Пройдите через лесные приключения и соберите все сокровища!

    Функции и особенности

    Обратите внимание на:

    • Режим бесплатных вращений с возможностью увеличения множителей.
    • Символы Wild, которые помогают создавать выигрышные комбинации.
    • Бонусные раунды, добавляющие динамичности.

    Дальше рекомендуем „Space Raiders“ – космический слот с интригующим сюжетом и захватывающей механикой. Игра впечатляет не только визуальными эффектами, но и наличием прогрессивного джекпота, который может достичь невероятных цифр. Это идеальный выбор для тех, кто хочет ощутить атмосферу космических приключений.

    Преимущества и возможности

    Параметр Значение
    Вероятность выигрыша 96,5%
    Количество линий 10
    Максимальный выигрыш 15000x

    Не пропустите „Ancient Legends“ – слот, погружающий в мир мифологии. Здесь игроки могут встретиться с древними богами и использовать их силу, чтобы умножить свои выигрыши. Высокое качество анимации и звукового оформления создают погружающую атмосферу, что делает игру незабываемой.

    Также стоит обратить внимание на „Treasure Quest“ – приключенческий слот с множеством уровней и азартных элементов. Каждое пройденное задание открывает новые возможности для получения призов. Эта игра подойдет тем, кто ценит активный игровой процесс с элементами стратегии.

    Советы по участию в акциях и игр для максимального выигрыша

    Изучите правила каждой активности. Понимание условий, минимальных ставок, и особенностей бонусов поможет избежать неожиданных потерь. Ознакомление с требованиями по отыгрышу дает возможность лучше планировать свои действия.

    Устанавливайте лимиты на затраты и выигрыши. Ответственное управление финансами значительно снижает риск убытков. Рекомендуется выделять фиксированную сумму денег на игру и придерживаться ее, что позволяет сохранить контроль над эмоциями в процессе.

    Обратите внимание на время проведения мероприятий. Часто наиболее выгодные предложения появляются в определенные дни или часы. Используйте календари и уведомления, чтобы не упустить выгодные возможности.

    Играйте на автоматах с высоким процентом отдачи (RTP). Автоматы с RTP выше 95% обеспечивают лучшие шансы на успех. Изучите различные варианты и выбирайте те, что предлагают высокие коэффициенты.

    Используйте стратегии, такие как система Мартингейла или Кельвина, для управления ставками. Эти методы могут увеличить вероятность выиграть, однако требуют гибкости и умения адаптироваться к ситуации.


  • Abenteuer Digitalisierung – so blickt ihr durch!

    Abenteuer Digitalisierung – so blickt ihr durch!

    Abenteuer Digitalisierung: Sprechende Computer, eBook Reader, Smartphones, die die Fernbedienung ersetzen, oder ganze Smart Homes, um die eigenen vier Wände noch sicherer und komfortabler zu machen und trotz Pflegebedürftigkeit so lange und eigenständig wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen zu können? Willkommen, im Zeitalter der Digitalisierung! Wie aber sollt ihr da überhaupt noch die Spreu vom Weizen trennen? Mit unserer Übersicht behaltet ihr den Durchblick!


    Heutzutage spielt sich ein Großteil unserer Tätigkeiten mithilfe digitaler Techniken ab. Die Vielzahl an Möglichkeiten kann jedoch schnell dazu führen, dass ihr den Überblick verliert und Zeit sowie Geld in Dinge investiert, die euch außer Frust und einem leeren Geldbeutel nichts bringen. Mithilfe unserer Übersicht könnt ihr euch auf die wesentlichen Bereiche der Digitalisierung konzentrieren und eine erste Auswahl treffen.

    Wie kann mir die Digitalisierung den Alltag erleichtern und bereichern?

    Diese Frage solltet ihr euch stellen, bevor ihr euch in bestimmte Techniken einarbeitet. Geht alle Bereiche in Ruhe durch und macht euch dann eine Liste mit Produkten, die euren Alltag sicherer und lebenswerter machen und über die ihr mehr erfahren wollt.

    Abenteuer Digitalisierung – Übersicht zu den wichtigsten Bereichen

    Technische Geräte (für Internet, Kommunikation etc.)

    Desktop-Computer und Laptop

    Seid ihr zu Hause häufig online und schreibt E-Mails oder möchtet die Bilder eures letzten Urlaubs anschauen und bearbeiten und macht ihr generell viel am Computer, ist ein großer Bildschirm die komfortabelste und augenfreundlichste Variante. Mit einem Laptop seid ihr dagegen mobiler als mit dem Desktop-Computer, der an einem festen Platz stehen muss.

    Tablet – ideal auf Reisen

    Ein Tablet ist der ideale Begleiter auf Reisen! Größer als ein Smartphone, aber nicht so groß wie ein Laptop. Perfekt, um es in den Rucksack packen und Wegekarten oder einen Stadtführer in digitaler Ausführung anzuschauen. Ihr habt am Abend Lust auf einen Film oder möchtet die Nachrichten sehen? Auch das klappt mit einem Tablet immer noch sehr gut! Übrigens gibt es auch spezielle Senior:innen-Tablets – dazu bald mehr.

    Smartphone für unterwegs

    Die Stunden der Telefonzelle sind längst gezählt, von daher ist ein Smartphone für alle Menschen – egal welchen Alters – nützlich, um unterwegs telefonieren zu können. Beispielsweise, weil ihr in Not seid, Hilfe benötigt, euch verspätet usw. Auch hier gibt es wieder spezielle Senior:innen-Smartphones.

    Vorteile des Internets in den Bereichen Kommunikation, Unterhaltung, Information und Online-Shopping

    Chats und Video-Chats

    Mit der Familie und Bekannten über klassische E-Mails hinaus auch per Bildschirm und Chat kommunizieren zu können, ist schon was Tolles! Lebt ihr beispielsweise weiter von eurer Familie entfernt, sind Fotos und Video-Chats eine sehr gute Möglichkeit, um euren Liebsten trotzdem nah zu sein.

    Online-Shopping

    • Waren online kaufen und Dienstleistungen buchen (z. B. um Qualität, Preise und Kundenbewertungen in Ruhe vergleichen zu können.)
    • Buchung von Reisen, Flügen und Bus- und Bahnfahrten – in Hamburg kann man z. B. Bus- und Bahntickets im Nahverkehr nur noch mit einer App oder am Fahrkartenautomat an den Bushaltestellen kaufen (doch nicht jede Haltestelle hat einen Automaten)

    Online-Plattformen für Dating, Freundschaften und Reisepartner:innen

    • eine:n Partner:in finden
    • auf Gleichgesinnte treffen/neue Freundschaften knüpfen
    • Reisepartner:innen finden

    Nachrichten und Wissen

    • News/Nachrichten
    • kostenlose Erklärvideos (auch Tutorials genannt) – beispielsweise auf YouTube, Instagram und TikTok
    • kostenlose Mediatheken (beispielsweise bei den Öffentlich-Rechtlichen-TV-Sendern wie ARD, ZDF und Arte)
    • informative und unterhaltsame Online-Magazine

    Unterhaltung

    • Social Media wie Instagram, Facebook, TikTok und Co. (hier könnt ihr eure eigenen Erinnerungen, Tipps und Erfahrungen teilen, mit anderen Accounts interagieren, News-Seiten wie der tagesschau und ZDFheute folgen, neue Restaurants, Cafés, Rezepte, Shopping-/Sport-Tipps und Gesundheitstipps etc. aufspüren usw.)
    • Computerspiele – trainieren euer Gedächtnis
    • Filme, Musik, Podcasts und Hörspiele – mit (kostenpflichtigen) Plattformen wie Netflix, Amazon Prime oder Spotify

    eBook Reader

    Mit einem eBook Reader, der ungefähr die Größe eines Tablets hat, könnt ihr Bücher digital kaufen und lesen und erspart euch damit gerade unterwegs die Schlepperei von Büchern. E-Reader sind natürlich Geschmackssache – Menschen, die gerne Bücher lesen, bevorzugen es meist, ein echtes Buch in der Hand zu halten. Dennoch kann ein eBook Reader gerade für unterwegs, wenn ihr zu Hause wenig Platz  oder Probleme habt, ein Buch länger zu halten, die Schrift zu lesen oder die Seiten umzublättern, eine super Alternative sein.

    Weitere Vorteile des Internets

    • Infos zu Ticketpreisen und Öffnungszeiten
    • Taxifahrten buchen
    • digitale Tickets
    • Navigationssystem – auch wenn ihr mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß oder mit dem Rollator/Rollstuhl unterwegs seid
    • digitale Speisekarten (ihr könnt also vor dem Restaurantbesuch checken, ob euch das Essen zusagt)
    • Restaurantbewertungen und Bilder der Gerichte und des Ambientes
    • Tischreservierungen

    Digitalisierung im Gesundheitssektor

    • Elektronische Patientenakte – digitale Sammlung von Patienteninfos zu bisherigen Behandlungen, Röntgenbilder, OP-Berichte, Impfungen, etc.
    • Rechnungs-Apps – anstatt per Post könnt ihr Rechnungen und Co. bei vielen Versicherungen als Foto-Scans über eine Smartphone-App hochladen und versenden. Ihr seht sogar, ob euer Anliegen bearbeitet wird und erspart euch somit den Weg zur Post, Telefonate (endlose Warteschleifen …) usw.
    • Fitnesstracker – wie eine Armbanduhr zu tragen – kann zum Beispiel eure Herzfrequenz messen und eure Schritte während des Laufens zählen.
    • Smarte Pflegegeräte – z. B. für die ambulante Pflege bzw. ambulante Pflegedienste wie den Pflegedienst Sensus

    Digitalisierung zu Hause mit Smart Home

    In einer Studie aus dem Jahr 2017 gaben 69,42 Prozent der Befragten an, dass sie solange wie möglich in deinen eigenen vier Wänden leben möchten. Das ist nicht nur günstiger, sondern vor allem schöner. Die sogenannte Smart-Home-Technik – auch Ambient Assisted Living (AAL) genannt – ist genau dabei behilflich. Durch den Einsatz spezieller Techniken wird unser Alltag noch sicherer und komfortabler und bietet uns somit die Möglichkeit, so lange wie möglich eigenständig leben und aktiv sein zu können. Der Großteil der Befragten ist deshalb überzeugt, dass ihnen die Digitalisierung ihren Alltag erleichtern kann. Bis zu 100 Euro monatlich würden sie in Techniken des ‘Intelligenten Wohnens’ investieren.

    Die wichtigsten Smart-Home-Funktionen

    • Erweiterter Hausnotruf/mobiler Notruf
    • Anwesenheitssimulationen (schrecken Einbrecher ab)
    • Alarmanlagen und Sturzsensoren
    • Smart TV mit Internetzugang
    • intelligente Steckdosen (von überall aus ausschaltbar)
    • automatische Steuerung der Heizung
    • Steuerung von Rollläden und Licht
    • höhenverstellbare Küchenschränke, Arbeitsplatten und Gardinenstangen
    • Kühlschrank-App
    • Saugroboter
    • Kochautomaten
    • Gartenroboter

    Noch mehr Infos und Tipps zum Thema Smart Home für Senior:innen.

    Sicherheit und Datenschutz

    Für alle Geräte aber auch Apps und Co. empfehlen wir euch immer eine intensive Einweisung. Dies gilt vor allem für die Beratung und Nutzung von Smart-Home-Technik, Online-Banking und -Shopping. Generell sind Datenschutz und Schutz vor Betrug bei der Fülle digitaler Technologien heutzutage extrem wichtig, um sich nicht übers Ohr hauen zu lassen oder gar (digital) ausspioniert (engl. gehackt) und erpresst zu werden. Natürlich könnt ihr euch dazu von erfahrenen Personen in eurem Umfeld beraten lassen. Zudem gibt es aber mittlerweile auch immer mehr Kurse vor Ort und online, in denen ihr die wichtigsten Sicherheitsvorkehrungen lernt, um beispielsweise sicher im Netz zu surfen und euch vor Betrug zu schützen, zum Thema KI (Künstliche Intelligenz wie ChatGPT) zu informieren und Ähnliches. Unser Tipp: Lasst euch davon nicht abschrecken, denn auch wenn man heutzutage immer mehr Vorkehrungen treffen muss, bietet euch die Digitalisierung im Alter viele Vorteile.

    Dieser Beitrag dient euch als erste Übersicht. Bald gehen wir auf bestimmte Produkte, digitale Anwendungen und Workshops noch mal separat ein.

     

    Titelbild: © Adobe Stock – Seventyfour

  • Ambulante Palliativversorgung: Begleitung in der letzten Lebensphase

    Ambulante Palliativversorgung: Begleitung in der letzten Lebensphase

    Ambulante Palliativversorgung: Nachdem ein Mensch Jahre oder Monate durch einen ambulanten Pflegedienst versorgt wurde, kommt irgendwann der Zeitpunkt des Abschiednehmens. Wünscht sich die pflegebedürftige Person zu Hause zu versterben, und ist die allgemeine ambulante Palliativpflege (AAPV) nicht ausreichend, wird diese durch eine spezielle ambulante Palliativversorgung (SAPV) ergänzt. Hannelore erklärt euch, was häusliche Palliativpflege bedeutet, welche Palliativpflege der Pflegedienst Sensus derzeit leistet und welche Erfahrungen sie auf menschlicher Ebene gemacht hat.


    Hannelore hat als ambulante examinierte Krankenschwester, Altenpflegerin und Pflegedienst-Inhaberin des ambulanten Pflegedienstes Sensus viele Pflegebedürftige auf ihrem letzten Lebensweg und ihre Angehörigen begleitet. Dazu habe ich ihr ein paar Fragen gestellt.

    Was bedeutet ambulante Palliativversorgung und welche Unterschiede gibt es?

    Hannelore: Ambulante Palliativpflege bzw. Palliativversorgung bedeutet Betreuung, Pflege und Versorgung Schwerstkranker und Sterbender. Manche Menschen werden über Jahre palliativ versorgt, bei anderen dauert die letzte Lebensphase nur Wochen. Unterschieden wird zwischen der allgemeinen und der speziellen Palliativversorgung. Grundlegend leistet jeder ambulante Pflegedienst die allgemeine Palliativversorgung (AAPV). Muss der/die Patient:in allerdings medizinisch und betreuerisch aufwendig versorgt werden, benötigt er/sie SAPV. Die spezielle Palliativversorgung wird entweder von einem Palliativpflegedienst oder einem häuslichen Pflegedienst mit spezieller ambulanter Palliativversorgung angeboten. Dazu muss der Pflegedienst mindestens drei examinierte Pflegefachkräfte haben, die eine Zusatzausbildung in „Palliative Care“ absolviert haben. Zu den speziellen medizinischen Versorgungen zählen beispielsweise Infusionstherapien über eine Port-Anlage, orale Schmerztherapien und subkutan Injektionen. Der Palliativpflegedienst ist ausschließlich für die spezielle medizinische Versorgung zuständig. Wurde dieser engagiert, ist es sinnvoll, weiterhin die Leistungen des regulären ambulanten Pflegedienstes in Anspruch zu nehmen, der den/die Patient:in ergänzend versorgt. Hinzu kommt ein intensiver Austausch mit behandelnden Palliativärzt:innen und Therapeut:innen. Außerdem unterstützt unter anderem ein ambulantes Hospiz oder eine Seelsorge Patient:innen und Angehörige seelisch und nach Wunsch auch spirituell. SAPV steht somit für ein engmaschiges palliatives Netzwerk beziehungsweise ein speziell ausgebildetes Palliative Care Team.

    Zusammengefasst leistet das Palliative-Care-Team:

    • ärztliche und pflegerische Versorgung
    • Ruf-, Notfall- und Kriseninterventionsbereitschaft rund um die Uhr
    • psychosoziale Unterstützung/Seelsorge durch den ambulanten Pflegedienst und ambulanten Hospizdienst oder Sozialarbeit/Seelsorge

    Übrigens: Seit 2007 haben alle unheilbar kranken und lebensverkürzend erkrankte Personen, die aufwendig versorgt werden müssen, einen Anspruch auf eine SAPV. Diese wird entweder von einem Arzt oder einem Krankenhausarzt verordnet und muss von der Krankenkasse genehmigt werden. Während der Palliativpflegedienst über die Krankenkasse abgerechnet wird, übernimmt die Pflegekasse die Leistungen für den ambulanten Pflegedienst.

    Welche Palliativpflege bietet derzeit der Pflegedienst Sensus an?

    Hannelore: Der Pflegedienst Sensus verfügt derzeit über zwei Palliativpflegefachkräfte. Ab drei Pflegefachkräften dürfen wir SAPV anbieten. In der Regel entscheiden sich unsere Patient:innen dafür, dass wir die allgemeine ambulante Palliativversorgung übernehmen und natürlich eng mit dem Palliativpflegedienst und dem/der Palliativärzt:in zusammenarbeiten. Die meisten unserer Patient:innen möchten weiterhin von uns gepflegt werden, weil sich zwischen ihnen und unserem Pflegepersonal ein sehr enges Vertrauensverhältnis entwickelt hat.

    Wie viele Menschen hast du ungefähr palliativ gepflegt?

    Hannelore: Alleine seit der Gründung meines Pflegedienstes habe ich sicher mehr als 100 Patient:innen palliativ versorgt. Manche nur wenige Stunden, manche aber auch mehrere Monate. Meist dauert die Palliativpflege zwischen zwei bis vier Wochen, wobei sich die Versorgung und Betreuung nach und nach erweitert.

    Was ist elementar bei der finalen Palliativpflege?

    Hannelore: Neben der generellen pflegerischen Versorgung können beruhigende Worte und Gesten Unruhe und Ängste bei den Patient:innen mindern. Die Mundschleimhäute sollten immer feucht gehalten und die Körperpflege aufrechterhalten werden. Ganz wichtig ist auch eine individuelle Schmerztherapie, die natürlich ärztlich abgesprochen sein muss. In der Nacht sollte die Umgebung ruhig und die Beleuchtung gedämpft sein. Auch ist es wichtig, dass die sterbende Person wirklich bequem liegen kann. Zudem benötigen die Angehörigen ebenfalls Betreuung und viel Verständnis in dieser schweren Zeit – vor allem in den letzten Tagen und Stunden. Nicht zu vergessen sind die individuellen Vorlieben und Interessen der sterbenden Person wie leises Musikhören, Vorlesen, Kuscheln mit dem geliebten Haustier oder den Enkeln und Ähnliches. Palliativpflege bedeutet nämlich auch, die Lebensqualität bis zum letzten Atemzug zu verbessern und zwischenmenschliche Beziehungen aufrechtzuhalten, sofern dies gewünscht und möglich ist.

    Inwiefern unterstützt ihr die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen auch seelisch und wo sind eure Grenzen?

    Hannelore: Zuhören und auf Ängste und Trauer eingehen ist Teil unserer Bezugspflege. Da wir leider nur einen begrenzten Zeitraum haben, binden wir ambulante Hospizdienste und Seelsorger:innen mit ein, damit die Familien die Unterstützung bekommen, die sie benötigen.

    Welche Ängste haben Schwerkranke und Sterbende?

    Hannelore: Die Trennung und das Loslassen von Angehörigen und der Wunsch, eine bestimmte Person noch mal sehen zu können, belasten Patient:innen besonders. Viele leiden auch darunter nicht mehr alles selbst regeln beziehungsweise die Angehörigen nicht mehr unterstützen zu können. Zudem haben Sterbende meist große Angst vor Schmerzen.

    Welche Ängste belasten Angehörige?

    Hannelore: Angehörige hoffen immer, dass die sterbende Person nicht lange leiden muss beziehungsweise keine Schmerzen hat. Auch Schuldgefühle, weil sie denken, nicht genug getan oder nicht schnell genug reagiert zu haben, belasten viele Angehörige todkranker Menschen. Grundlegend bereitet ihnen also die Macht- und Hilflosigkeit große Sorgen. Hinzu kommen häufig auch existenzielle Ängste.

    Wie geht ihr damit um, wenn der/die Patient:in vorzeitig sterben möchte?

    Hannelore: Im besten Fall wurde eine notariell abgezeichnete Patientenverfügung hinterlegt, um den Wünschen der Patient:innen gerecht werden zu können. Häufig sind das Wünsche wie kein Krankenhausaufenthalt gegen ihren Willen, keine Ernährung über eine Sonde etc. Wenn die sterbende Person ihr Leben unter hausärztlicher und palliativärztlicher Absprache frühzeitig loslässt, kann das für Angehörige schwer zu akzeptieren sein. Wurde keine Patientenverfügung hinterlegt, entscheiden Ärzt:innen und Angehörige allein, sofern die sterbende Person nicht mehr dazu in der Lage ist. Daher raten wir immer dazu, dass der/die Patient:in rechtzeitig eine Patientenverfügung hinterlegt.

    Sich von einem Menschen, den man über Jahre oder gar Jahrzehnte gepflegt hat, zu verabschieden, ist sicher auch für eine Pflegekraft sehr emotional. Wie kann man sich diese letzten Minuten vorstellen?

    Hannelore: Wenn die letzten Stunden nahen, bleiben wir bei unseren Patient:innen, die uns oft noch sehr freundliche und zufriedene Blicke schenken. Das Abschiednehmen ist auch für das Pflegepersonal sehr schwierig und traurig. Die Atmung der sterbenden Person wird irgendwann flacher und wir bereiten die Angehörigen auf den nahenden Abschied vor. Jede Bewegung, die man macht, den Trost, den man zuspricht, alles geschieht dann sehr leise, um die sterbende Person nicht zu stören. Wir halten ihre Hand, streichen ihr beruhigend über die Stirn und befeuchten die Lippen. In dieser Phase setzt die Atmung meist schon zum ersten Mal für eine längere Zeit aus. Wir nehmen die Angehörigen in die Arme und bleiben so lange, bis der/die Patient:in verstorben ist. Es dauert meist ein wenig, bis man es realisiert hat. Dann darf und sollte dem Trauerprozess Raum gegeben werden. Dazu gehört auch, dass manche Angehörige den Tod noch nicht wahrhaben können.

    Die Pflegekraft nimmt darauf noch die Messung der Vitalzeichen vor, trägt den Todeszeitpunkt in die Dokumentationsakte ein und benachrichtigt den Hausarzt. Bis zum Eintreffen des Arztes schenken wir den Angehörigen unsere volle Aufmerksamkeit, spenden Trost und hören ihnen zu.

    Häufig nehmen wir auch noch an der Trauerfeier teil, um uns von der verstorbenen Person zu verabschieden. Sofern gewünscht, pflegen wir auch danach noch einige Zeit freundschaftlichen Kontakt mit den Hinterbliebenen.

    Deutschlandweite Kontaktdaten für Palliativpflege findet ihr auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP).

     

    Titelbild: © Adobe Stock –  Photographee.eu

  • So findet ihr einen ambulanten Pflegedienst

    So findet ihr einen ambulanten Pflegedienst

    Pflegebedürftigkeit und die Suche nach einem ambulanten Pflegedienst sind meist eine emotionale und stressige Angelegenheit. Mit unserer Checkliste wisst ihr, wie ihr einen ambulanten Pflegedienst findet und welche Punkte ihr für das Erstgespräch im Blick haben solltet.

    Checkliste – So findet ihr einen ambulanten Pflegedienst

    1. Pflegegrad-Antrag bei der Pflegekasse stellen

    Mit Beginn einer Pflegebedürftigkeit solltet ihr zu allererst bei der Pflegekasse einen Pflegegrad-Antrag stellen oder euch direkt an einen Pflegedienst wenden, der euch bei der Antragstellung unterstützt. In dem Beitrag „Pflegebedürftig – und jetzt?“ erfahrt ihr,  warum ihr einen Pflegeantrag nicht vorschnell stellen solltet und wo ihr euch kostenlos und neutral beraten lassen könnt.

    2. Welche Leistungen benötigt ihr?

    Bevor ihr einen Termin vereinbart, erstellt eine Liste mit Leistungen, die von einem ambulanten Pflegedienst abgedeckt werden sollen und notiert euch, welche ihr selbst übernehmen wollt. Gerade zu Beginn einer Pflegebedürftigkeit lässt sich häufig noch nicht abschätzen, wie viele Aufgaben anfallen und wer diese dann übernimmt. Je nachdem, wie stark ihr euch einbinden könnt und wollt und natürlich auch im Hinblick auf eure finanziellen Möglichkeiten, könnt ihr die Leistungen des Pflegedienstes daher natürlich jederzeit anpassen.

    Grundlegend stellt sich also die Frage, wer übernimmt die …

    • Pflege
    • Hauswirtschaft
    • Betreuung

    3. Vorauswahl treffen oder gleich entscheiden?

    Meist ist es so, dass Betroffene schnell Hilfe benötigen, einen Dienst wählen, der in ihrer Nähe ist und von dem sie bereits im Bekannten- und Verwandtenkreis gehört haben und er sie auch bei der Antragsstellung bei der Pflegekasse unterstützt. Sofern ihr keinen Zeitdruck habt, könnt ihr natürlich zwei bis drei ambulante Pflegedienste, die die von euch gewünschten Leistungen abdecken, miteinander vergleichen. Mittlerweile gibt es eine große Auswahl an gemeinnützigen und privaten Anbieter:innen. Wie also die Spreu vom Weizen trennen?

    Zum einen mithilfe des Medizinischen Dienstes (ehemals Medizinischer Dienst der Krankenkasse – MDK): Dieser prüft einmal pro Jahr alle ambulanten Pflegedienste (und Pflegeheime) nach einem einheitlichen Schema und bewertet sie anhand von Noten. Die Liste der Dienste und Prüfungsergebnisse – auch Transparentberichte genannt – werden von den Pflegekassen online veröffentlicht.

    Die Wahl eines ambulanten Pflegedienstes ist und bleibt eine sehr persönliche Entscheidung. Erkundigt euch daher in jedem Fall auch im Verwandten- und Bekanntenkreis, ob er vielleicht schon gute Erfahrungen mit einem häuslichen Pflegedienst in eurer Nähe gemacht hat.

    4. Leistungen und Preise

    Leistungen und Preise können unter den Pflegediensten stark variieren. Meist ist ein erster persönlicher oder telefonischer Kontakt mit ersten Aufklärungen und gegebenenfalls Hilfestellungen bei Anträgen bei den Kranken- und Pflegekassen kostenlos.

    Das Erstgespräch ist dagegen in der Regel nicht mehr kostenlos, da es eine anerkannte sehr zeitaufwendige Sachleistung ist, die nur von einer Pflegedienstleitung geführt werden sollte und nach Anerkennung einer Pflegebedürftigkeit vom Pflegedienst mit der Pflegekasse abgerechnet wird. Dazu zählt auch ein eventuelles notwendiges Zweitgespräch.

    5. Individuelle Wünsche und Anforderungen an das Pflegepersonal

    Ein guter Pflegedienst sollte bemüht sein, den individuellen Wünschen einer pflegebedürftigen Person gerecht zu werden. Allerdings kann er beispielsweise nicht immer garantieren, dass die komplette Pflege ausschließlich von einer Pflegekraft übernommen wird. Neben der Bezugspflegekraft, die regelmäßig den Wünschen entsprechend eingesetzt wird, wechselt das Pflegepersonal, da es zwischen Früh-, Mittags-, Abend- und Nachtdiensten rotiert. Ob eine Pflegefach- oder Hilfskraft eingesetzt wird, entscheidet die Art der Versorgung. Anders gesagt: Ist eine Pflegefachkraft erforderlich, wird diese auch entsprechend eingesetzt.

    Checkliste – Erstgespräch mit einem ambulanten Pflegedienst

    1. Leistungen und Wünsche klären

    Für das Erstgespräch gilt: Die Pflegedienstleitung sollte gegenüber der pflegebedürftigen Person und den Angehörigen empathisch und mitfühlend sein. Zudem müsst ihr die Möglichkeit haben, alle offenen Fragen und Wünsche zu klären und zu erfahren, ob der Pflegedienst in der Lage ist, den erforderlichen Leistungen und Wünschen gerecht zu werden.

    2. Pflegeplan

    Ist dies der Fall, wird ein individueller Pflegeplan erstellt. Dieser beinhaltet Pflegediagnosen, Pflegemaßnahmen und Pflegeziele. Er dient somit als Rahmen beziehungsweise Leitfaden, um den individuellen Bedürfnissen der pflegebedürftigen Person gerecht zu werden.

    3. Kostenvoranschlag

    Nachdem ihr Leistungen und Wünsche besprochen habt, sollte euch der Pflegedienst einen Kostenvoranschlag erstellen. Aus diesem wird auch ersichtlich, ob die bewilligten Mittel der Pflegekasse ausreichen beziehungsweise wie hoch euer Eigenanteil ist.

    Nach dem Erstgespräch

    4. Pflegevertrag

    Seid ihr mit dem Kostenvoranschlag einverstanden und stimmt es bislang auch auf menschlicher Ebene, geht es an die Unterzeichnung des Pflegevertrages. Darin sollten alle Leistungen und Kosten detailliert aufgelistet sein. Besteht bereits ein Pflegegrad und seid ihr mit allen Leistungen und möglichem Eigenanteil einverstanden, kann der Pflegevertrag auch schon während des Erstgespräches aufgesetzt und unterzeichnet werden.

    Pflegevertrag ohne Pflegegrad

    Besteht noch kein Pflegegrad, könnt ihr natürlich dennoch einen Vertrag abschließen, sofern ihr die Kosten selbst tragt. Wie zu Beginn erwähnt, unterstützt euch der Pflegedienst bei der Beantragung eines Pflegegrades. Beachtet allerdings, dass ihr einen Pflegegrad nicht rückwirkend beantragen könnt – also keine Pflegekosten zurückerstattet bekommt.

    4. Zeit zum Kennenlernen

    Ob es zwischen der pflegebedürftigen Person und den Pflegekräften harmoniert, lässt sich leider erst nach der Vertragsunterzeichnung feststellen. Gebt beiden „Seiten“ ein wenig Zeit, damit sie sich kennenlernen und aufeinander einstellen können. Dazu bald mehr!

    5. Vertragskündigung

    Die pflegebedürftige Person oder die Vertretung kann den Vertrag ohne Einhaltung einer Frist kündigen – beispielsweise wenn Leistungen nicht oder unzureichend erfüllt werden oder weil es auf menschlicher Ebene nicht passt. Achtet beim Vertragsabschluss darauf, dass die Kündigungsfrist durch den Pflegedienst nicht zu knapp bemessen ist, damit ihr genug Zeit habt, einen neuen Pflegedienst zu finden, sofern dieser den Vertrag mit euch beendet.
     
     
    Titelbild: © Adobe Stock – Robert Kneschke