Das Morospin Casino, erreichbar unter https://morospincasino1.de/, hat sich in der Online-Spieleszene als eine vielversprechende Plattform etabliert. Mit einem breiten Angebot an Spielen und innovativen Features zieht das Casino Spieler und iGaming-Enthusiasten gleichermaßen an. Doch nicht nur das Spielangebot ist entscheidend; das Engagement der Spieler im Forum spielt eine wesentliche Rolle für die Entwicklung und Verbesserung der Plattform.
Vielfältiges Spielangebot
Das Morospin Casino bietet eine beeindruckende Auswahl an Spielen, die von beliebten Spielautomaten über Tischspiele bis hin zu Live-Dealer-Spielen reicht. Die Vielfalt an Spielen wird durch zahlreiche bekannte Softwareanbieter wie NetEnt, Microgaming und Evolution Gaming ergänzt. Neuheiten werden regelmäßig hinzugefügt, sodass die Spieler stets Zugang zu frischen Inhalten haben.
Die Spiele sind in verschiedene Kategorien unterteilt, was eine einfache Navigation ermöglicht. Spieler können gezielt nach ihren Favoriten suchen oder sich von neuen Releases überraschen lassen. Diese Strukturierung trägt zu einem positiven Nutzererlebnis bei und fördert die Spielaktivität.
Die Bedeutung des Forums für Spieler
Im Forum des Morospin Casinos können Spieler ihre Erfahrungen teilen, Fragen stellen und von den Tipps anderer profitieren. Diese Community-Aspekte stärken die Spielerbindung und fördern ein Gefühl der Zusammengehörigkeit. Aktive Diskussionen und Feedback helfen dem Casino, seine Dienstleistungen und Spiele kontinuierlich zu verbessern.
Darüber hinaus werden im Forum oft Promotionen und spezielle Angebote diskutiert, die Spielern helfen, das Beste aus ihrer Spielzeit herauszuholen. Die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und Unterstützung zu erhalten, ist ein großer Vorteil für neue Spieler, die sich in der Welt des Online-Gamings orientieren müssen.
Support und Sicherheit
Ein weiterer wichtiger Aspekt des Morospin Casinos ist die Sicherstellung von Vertrauen und Sicherheit für die Spieler. Die Plattform nutzt moderne Verschlüsselungstechnologien, um die Daten der Nutzer zu schützen und ein faires Spiel zu gewährleisten. Zudem ist das Casino lizenziert, was die seriöse Betriebsführung unterstützt.
Der Kundensupport ist schnell erreichbar und bietet Unterstützung in mehreren Sprachen. Dies ist besonders wichtig für Spieler, die möglicherweise auf technische Probleme oder Fragen stoßen.
Community: Aktives Forum für den Austausch unter Spielern.
Kundensupport: Mehrere Sprachen, schneller Kontakt.
Spielkategorie
Anzahl Spiele
Beliebte Anbieter
Slots
300+
NetEnt, Microgaming
Tischspiele
50+
Evolution Gaming
Live-Casino
20+
Evolution Gaming
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie kann ich im Morospin Casino einzahlen? Einzahlungen können über verschiedene Zahlungsmethoden wie Kreditkarten, E-Wallets und Banküberweisungen erfolgen.
Ist das Morospin Casino sicher? Ja, das Casino ist lizenziert und nutzt moderne Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der Daten der Spieler.
Gibt es Boni für neue Spieler? Ja, das Morospin Casino bietet Willkommensboni und regelmäßige Promotions für alle Spieler.
Spybet Casino se na trhu online hazardních her vyznačuje nejen širokým herním portfoliem, ale také zajímavými cenovými možnostmi pro vklady a výběry. V této analýze se zaměříme na cenové srovnání vkladů na spybet a jeho konkurence, abychom zjistili, jak si tato platforma stojí ve srovnání s ostatními hráči na trhu.
Cenové možnosti vkladů a výběrů
Spybet Casino nabízí hráčům různé způsoby vkladu, včetně kreditních a debetních karet, elektronických peněženek a bankovních převodů. Minimální vklady se pohybují od 100 Kč, což je srovnatelné s většinou konkurentů v odvětví. Na druhé straně některá kasina vyžadují vyšší minimální částky, což může být pro některé hráče nevýhodou.
Pokud jde o výběry, Spybet Casino se snaží zajistit rychlé zpracování transakcí. Výběry jsou obvykle zpracovány do 24 hodin, což je v rámci průmyslu považováno za výhodné. Některé konkurenční platformy mohou mít delší čekací doby, což hráčům komplikuje přístup k jejich prostředkům.
Srovnání s konkurencí
Při porovnání cenových možností na Spybet a jeho konkurentech můžeme vidět určité výhody a nevýhody. Například jiné platformy jako Betway či Fortuna nabízejí obdobné vkladové možnosti, ale mohou mít odlišné poplatky za výběr. V následující tabulce jsme shrnuli některé klíčové aspekty vkladů a výběrů na Spybet v porovnání s jinými známými kasiny.
Kasino
Min. vklad
Čas výběru
Spybet
100 Kč
24 hodin
Betway
200 Kč
48 hodin
Fortuna
100 Kč
36 hodin
Výhody a nevýhody platformy
Rychlé zpracování výběrů do 24 hodin.
Minimální vklad 100 Kč, což je atraktivní pro nové hráče.
Široká nabídka platebních metod.
Některé poplatky za výběr mohou být u jiných kasin nižší.
Celková nabídka bonusů a promo akcí může konkurovat ostatním platformám.
FAQ o vkladech a výběrech na Spybet Casino
Jaké metody vkladu jsou na Spybet k dispozici? Spybet nabízí vklady prostřednictvím kreditních karet, elektronických peněženek a bankovních převodů.
Jak dlouho trvá výběr peněz? Výběry na Spybet jsou obvykle zpracovány do 24 hodin.
Je Spybet vhodné pro nováčky? Ano, s minimálním vkladem 100 Kč a jednoduchým rozhraním je Spybet ideálním místem pro nové hráče.
Der Pflegegrad 3 bedeutet eine erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit. Wir informieren euch, welche Beeinträchtigungen bestehen müssen und welche Betreuungs- und Entlastungsleistungen, Hilfsmittel sowie Wohnraumanpassungsleistungen Pflegebedürftigen dann zustehen.
Pflegegrad 3: schwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit
Wie viele Punkte für Pflegegrad 3?
Für die Einstufung in Pflegegrad 3 sind bei der pflegebedürftigen Person für die eingeschränkte Selbstständigkeit 47,5 bis unter 70 Punkte notwendig.
Was bedeutet schwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit?
1. Mobilität
Das selbstständige Fortbewegen innerhalb der Wohnung ist ohne Hilfe kaum noch möglich. Die Anwendung von Gehhilfen ist ohne Begleitperson sehr eingeschränkt.
Das Umsetzen vom Stuhl auf ein Bett oder vom Stuhl auf ein Sofa kann ohne Hilfe einer Pflegeperson nicht mehr durchgeführt werden, da sonst Sturzgefahr besteht. Auch Toilettengänge müssen meistens begleitet werden.
Ist eine Pflegeperson zum Beispiel zum Umsetzen oder für Toilettengänge nicht anwesend, könnte der Betroffene den Hausnotruf auslösen. Manchmal kann die Person auch noch einen feststehenden Toilettenstuhl selbstständig benutzen, aber dafür die Kleidung nicht mehr richten. Dies ist immer sehr individuell und wir listen hier nur einzelne Beispiele auf, damit ihr eine erste Vorstellung bekommt.
Elektrische Rollstühle und E-Mobile ermöglichen den Betroffenen sich so lange wie möglich selbstständig und mobil fortzubewegen und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
2. Kognitive und kommunikative Fähigkeiten (Wahrnehmung, Erkennen, Denken, Sprechen)
Bei Demenz
Demenzielle Patient:innen äußern häufig keine Bedürfnisse mehr oder können sich nicht mehr klar zu dem Sachverhalt äußern.
Beispiele:
Sie möchten unbedingt den Raum verlassen, können aber nicht äußern, dass sie dringend zur Toilette müssen.
Sie haben immer Hunger, es ist ihnen nur nicht bewusst, dass sie gerade erst gegessen haben.
Andere denken, gerade erst gegessen/getrunken zu haben.
Sie erkennen/erinnern enge Verwandte/Bekannte nicht mehr.
Freizeitgestaltung wie begleitete Spaziergänge, Einkäufe oder Café-Besuche sind nur noch durch Vorschläge und sanfte Überzeugung möglich. Die fremde Umgebung kann allerdings auch zu Angstzuständen führen. Wenn man Erkrankte und ihre Gewohnheiten und Vorlieben sehr gut kennt, ist es mit viel Feingefühl trotzdem möglich, Abwechslung in den Alltag einzubringen.
Altersbedingte Einschränkungen oder durch Erkrankungen wie Multiple Sklerose (MS)
Erkrankte können ihre Bedürfnisse und Wünsche frei äußern, benötigen aber Hilfe bei der Umsetzung. Zum Beispiel eine Fahrbegleitung zu allen Aktivitäten. Hilfsmittel wie Telefon/Handy/Tablet (am besten spezielle Handys/Telefone mit großem Display und großen Tasten, um selbstständig zu telefonieren/kommunizieren) ist hierbei eine große Hilfe, um die Selbstständigkeit zu erhalten.
3. Verhaltensweisen und psychische Problemlagen
Angstzustände sind bei Demenz, Parkinson und Depressionen sehr häufig. Diese drücken sich z. B. in Weinen, Schreien oder gar verstummen aus. Auch Abwehrverhalten wie schlagen, spucken, kneifen kommen häufiger vor und sind ein Zeichen von: „Ich verstehe nicht, was mit mir los ist und das macht mir große Angst.“
Für pflegende Angehörige/Bekannte ist der Zustand oft sehr schwierig und belastend. Sie wollen helfen, werden aber von der erkrankten Person abgelehnt. Tipps von ambulanten Pflegediensten wie dem Sensus Pflegedienst, von geschulten Expert:innen/Coaches und Selbsthilfegruppen unterstützen euch dabei, die Erkrankung besser zu verstehen.
4. Selbstversorgung
Wie bereits bei Pflegegrad 2 benötigen die Betroffenen noch intensivere Unterstützung bei der mehrmaligen Körperpflege und beim An- und Auskleiden.
Häufig leiden die Betroffenen bereits unter einer Harn- und evtl. auch Stuhlinkontinenz. Daher benötigen sie auch regelmäßige Hilfe beim Wechsel von Inkontinenzartikeln wie Vorlagen/Höschenwindel-Pants und Hilfe bei der Intimpflege.
Hilfsmittel hierzu sind u.a.:
Toilettensitzerhöhung
Toilettenstuhl
Urinflasche
Urinalkondom
Blasenkatheter
Bei der Nahrungsaufnahme ist durch die eingeschränkte Sensibilität und durch Beweglichkeitseinschränkungen der Finger/Handgelenke die mundgerechte Zubereitung und Bereitstellung der Speisen erforderlich.
Beispiele:
Brot belegen und mundgerecht schneiden
Fleisch mundgerecht schneiden
Getränke in speziellen Trinkgefäßen reichen, die der Patient selbstständig greifen kann
Strohhalme
spezielle Schneidebretter/Besteck für eingeschränktes Handling
bei extremen Schluckbeschwerden, kann eine Magensonde sinnvoll sein, sollte aber niemals erzwungen zwerden
5. Bewältigung und selbstständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen
Wie bereits in Pflegegrad 2 erwähnt liegt das Hauptproblem darin, dass Erkrankte isoliert und abgekappselt von Familie, Freunden und Bekannten sind. Förderlich ist hier die Kontakthilfe und Organisation von Freizeitangeboten – die Tagespflege kann hierbei eine große Hilfe für alle Beteiligten sein.
Je ausgefüllter das alltägliche Leben gestaltet wird und je besser die physische und psychische Versorgung, desto besser können Betroffene ihre Einschränken akzeptieren.
6. Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte
Pflegende Angehörige und Pflegedienste sollten sich immer wieder fragen, wie sie das Leben der pflegebedürftigen Person so lebenswert wie möglich gestalten und ihre Selbstständigkeit sowie ihre körperlichen und kognitiven Fähigkeiten erhalten und sanft fördern können. Fragt euch, welche Interessen die pflegebedürftige Person vor ihrer Krankheit oder eingeschränkten Mobilität hatte oder ob sie mittlerweile durch die Einschränkungen auch Freude an neuen Aktivitäten und Hobbys hat.
Beispiele:
Erzählungen, Fotos aus alten Zeiten
Lesen/Vorlesen
Fernsehen/Mediathek/Streaming: Filme/Serien, Reportagen/Sport-, Koch- oder Musiksendungen
Bewegungs- und Tanzgruppen/Gruppen, in denen gemeinsam ein Hobby ausgeübt wird
Besuche, kleine Feiern, Ausflüge (in Natur und Stadt)/Urlaube, Spaziergänge/-fahrten, Gymnastik im Rollstuhl/Rollstuhltanz
Malen, Musizieren, Handarbeit, Denk- und Rechenspiele
mit den Enkelkindern spielen, rumalbern und ins digitale Leben eintauchen usw.
Welche Pflegeleistungen gelten bei Pflegegrad 3?
Pflegegeld „für selbst beschaffte Pflegehilfen“
Beim Pflegegrad 3 haben alle Pflegebedürftigen Anspruch auf 599 Euro Pflegegeld monatlich, das ihnen von gesetzlichen sowie von privaten Pflegekassen zur Verfügung gestellt wird.*
Pflegesachleistungen
Bei Pflegegrad 2 stellt euch die Pflegekasse dafür 1.497 Euro monatlich zur Verfügung.*
Verhinderungspflege
Pro Kalenderjahr habt ihr auch bei Pflegegrad 3 Anspruch auf bis zu 6 Wochen beziehungsweise 42 Tage auf Verhinderungspflege. Dafür stehen euch wieder pro Jahr 1.685 Euro für einen ambulanten Pflegedienst oder private Pflegende zur Verfügung.*
Kurzzeitpflege
Sind Pflegebedürftige nur Tage bis Wochen auf stationäre Pflege angewiesen, stehen ihr pro Kalenderjahr ab Pflegegrad 2 bis zu 8 Wochen beziehungsweise 56 Tage und 1.854 Euro jährlich zur Verfügung.*
Tages- oder Nachtpflege
Mit Pflegegrad 3 stehen euch für die Tages- oder Nachtpflege 1.357 Euro monatlich zur Verfügung.*
Der Entlastungsbetrag beträgt für jeden Pflegegrad 131 Euro monatlich und kann beispielsweise für eine Haushaltshilfe oder zusätzlich für Tages- und Nachtpflege, Kurzzeitpflege, ambulante Pflege/Betreuung (ohne Grundpflege) zu Hause etc. genutzt werden.
(Pflege-)Hilfsmittel
Für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch bekommt ihr wie bei Pflegegrad 2 bis zu 42 Euro monatlich.
Hausnotruf
Beim Hausnotruf gilt auch eine monatliche Kostenbeteiligung von 25,50 Euro.
Ergänzende Leistungen für Pflegegrad 3
Pflegeunterstützungsgeld – Lohnersatzleistung für pflegende Angehörige bis zu 10 Tage pro Jahr unabhängig von der Pflegegradhöhe
kostenlose Pflegeberatung (neben dem verpfl. Beratungseinsatz)
Wohngruppenzuschuss – 224 Euro monatlich unabhängig von der Pflegegradhöhe
Digitale Pflegeanwendungen (DiPA) – bis zu 53 Euro monatlich unabhängig von der Pflegegradhöhe
vollstationäre Pflege im Heim – 1.319 Euro monatlich bei Pflegegrad 3
kostenlose Pflegeberatung und Pflegekurse für Angehörige
Anm. d. Redaktion: Alle finanziellen Leistungen gelten für das Jahr 2025.
Ein neuer Trend rollt aus Skandinavien nach Deutschland und der heißt Strick-Kinos! Und weil wir euch unbedingt für Hobbys begeistern und Tipps gegen Einsamkeit im Alter geben wollen, verraten wir euch, warum das Stricken und Häkeln im Kino eine Bereicherung sein kann und wo es die ersten Strick-Kinos in Deutschland gibt.
Kopfkino aus, Achtsamkeits-Kino an!
Handarbeit erlebt in den letzten Jahren einen wahren Boom. Nicht zuletzt, weil auch junge Menschen zunehmend Freude am Stricken, Häkeln und Co. haben und es hippe Strick-Designs wie etwa den Sophie Scarf von PetiteKnit gibt, der seit etwa zwei Jahren über Social Media viral geht. Viel wichtiger: In der Hektik des Alltags ist es einfach ein extrem entspannender und kreativer Ausgleich. Kurz: Handarbeit macht uns achtsam – wir fokussieren uns auf den Augenblick und lassen uns ganz auf ihn ein. Nicht zuletzt macht die eigene Kreation natürlich auch mächtig stolz und wir bereiten uns oder anderen eine Freude damit.
Noch schöner wäre es allerdings, wenn wir das nicht immer nur allein zu Hause, sondern in entspannter Atmosphäre mit Gleichgesinnten machen können, oder?
Knittingclubs – für mehr Kreativität und Gemeinschaft
Aus diesem Grund gründen immer mehr Berufs- und Hobby-Stricker:innen regionale Strick-Clubs aka Knittingclubs. Sie treffen sich in ihren eigenen Woll-Lädchen, in Vereinsräumen, Cafés oder bieten sogar Strick-Events als Wochenendtrip bzw. Knit-Weekend – also quasi ein Knit-Retreat an. Wieso also nicht auch in Kinos?
Welche Vorteile haben Strick-Kinos?
Gerade wenn es euch nicht leichtfällt, euch mit fremden Menschen, die eure Leidenschaft teilen, zu vernetzen, ist so ein Strick-Event im Kino echt entspannt. Socializing durch die Stricknadel. Vor Beginn könnt ihr euch ein wenig beschnuppern und natürlich habt ihr gleich ein Thema, das euch verbindet und über das ihr sprechen könnt. Damit ihr nicht den Faden verliert, wird das Kinosaal-Licht nur leicht gedämmt, ihr sitzt nebeneinander und könnt die gemeinsame Zeit, die Handarbeit und den Film genießen. Schön ist außerdem, dass so ein Strick-Event Generationen miteinander verbindet und das Geschlecht keine Rolle spielt. Nach dem Film habt ihr ebenfalls noch mal die Möglichkeit, euch zu unterhalten, Handynummern auszutauschen, ein weiteres (kleineres) Treffen mit anderen auszumachen usw.
Was erwartet euch in Strick-Kinos noch?
Oft bieten euch Strick-Kino-Events zusätzliche Dinge wie …
Willkommensgetränk
Bedienung am Platz
Verlosungen
Rabattaktionen
Übersicht über Strick-Kinos in Deutschland
Derzeit begegnen mir über Instagram gehäuft Strick-Kino-Events. Und weil in den Kommentarspalten sehr häufig die Frage aufkam, ob es so was auch in der Stadt XY gibt, habe ich euch eine erste Übersicht erstellt. Falls ich eine Stadt, Insel oder einen Ort vergessen habe, schickt mir gern eine Nachricht und ich erweitere die Liste.
Podcasts gibt’s wie Sand am Meer, aber wovon es gern noch mehr geben darf: Podcasts für Best Ager, die informativ und unterhaltsam sind, Lust aufs Leben machen, Generationen verbinden und unseren Horizont erweitern! Eine kleine Auswahl gibt es immerhin schon. Acht stellen wir euch heute vor. Also Lauscher gespitzt oder Hörgeräte gut eingestellt, Beine hochgelegt und eingetaucht ins Age-Audioversum.
Laut Statista/Bitkom hörten 2024 etwa 50 Prozent der Befragten zwischen 50 und 64 Jahren und etwa 35 Prozent der Befragten ab 65 Jahren Podcasts. Je älter wir sind, desto geringer ist die Bekanntheit von Podcasts. Das ändern wir hiermit! 🙂
Was ist ein Podcast?
Bei einem Podcast handelt es sich um Audiobeiträge (immer öfter auch Videobeiträge), die ihr zeitunabhängig über das Internet (z. B. Musikstreaming-Dienste wie Spotify, kostenlosen Mediatheken/Audiotheken, Webseiten sowie Podcast-Apps) anhören könnt. Also quasi eine Radio-Serie zu einem bestimmten Thema mit Moderator:innen und meist wechselnden Interviewgäst:innen, die ihr über jedes digitale Endgerät ohne nerviges Rauschen oder komplizierte Sendersuche und zu jeder Zeit und an jedem Ort anhören könnt. Natürlich gibt es eine Vielzahl an altersunabhängigen Podcasts in den Bereichen Nachrichten/Politik, True Crime, Comedy, Gesundheit, Wissenschaft, Gesellschaft, Kultur usw.
Wenn es aber um spezielle Themen wie Leben und Gesundheit im Alter, Wechseljahre und Longevity/Biohacking geht, leg ich euch folgende Podcasts ans Herz.
8 Podcasts für Best Ager
– und die, die es werden wollen!
1. Hormongesteuert – Der Wechseljahre-Podcast mit Dr. Katrin Schaudig
Wenn es um die Wechseljahre geht, kommt mir sofort Dr. Katrin Schaudig in den Sinn. „Hormongesteuert – Der Wechseljahre-Podcast mit Dr. Katrin Schaudig“ widmet sich natürlich den medizinischen Aspekten und versorgt euch mit essenziellen Infos und Tipps. Auch macht Dr. Schaudig deutlich, dass jede Frau die Wechseljahre komplett individuell durchlebt und greift deshalb eine Vielzahl an Themen auf wie …
Fehldiagnosen und Unwissenheit
Hormonersatztherapie (die Angst davor und wie geht es weiter, wenn sie nicht wirkt?)
In dem Podcast „Gelassen älter werden“ behandeln Bertram Kasper und Catharina Maria Klein alltägliche Themen, die Menschen in der dritten Lebensphase beschäftigen. Mit ihren Gäst:innen sprechen sie z. B. einfühlsam über …
Altersdiskriminierung (Ageism/Ageismus)
KI (künstliche Intelligenz)
Traumverwirklichungsgeschichten von Menschen über 60
Viele von euch kennen sie bereits: Stephanie Hielscher ist freie Journalistin und Autorin des Buches „So alt war ich noch nie“ und die Stimme des Podcasts „50 über 50 – Gesund und entspannt älter werden“. Darin teilt sie persönliche Erfahrungen und führt Gespräche mit Gästinnen wie der Gründerin Mitra Kassai von Oll Inclusiv, der Hautpflegemarke-Gründerin Susanne Kaufmann, Moderatorin Susann Atwell uvm.
In der deutschen Filmlandschaft kommen wir an der Schauspielerin und Kabarettistin Maren Kroymann nicht vorbei. Ich kenne und liebe sie seit meiner Kindheit und ziehe den Hut vor ihrem gesellschaftlichen und politischen Einsatz. In ihrem Bremen-Zwei-Podcast „War’s das“ spricht sie mit Frauen über 50 über …
Barbara Schöneberger müssen wir euch natürlich nicht mehr vorstellen. In ihrem Podcast „Mit den Waffeln einer Frau“ geht es tatsächlich um Waffeln, aber nicht nur. Denn sie ist schlau und nutzt Ihre Backkünste, um ihren Gäst:innen aus Musik, Fernsehen, Sport und Showbiz auf den Zahn zu fühlen. Kein expliziter Podcast übers Altern, aber mit Gäst:innen wie Heiner Lauterbach kommen dann doch auch mal Themen wie Rentnerrabatte zur Sprache und Dinge wie …
Botox und Sex mit Janine Kunze
Männer mit Bettina Zimmermann
Oasis-Tickets mit Benjamin von Stuckrad-Barre
Lieder mit Olli Schulz
nackte Ski-Lehrer, Paparazzi und Selbstzweifel mit Michelle Hunziker
Welches Thema begegnet uns seit Monaten in den sozialen Netzwerken zuhauf? Longevity (Langlebigkeit)! Und genau darum geht’s in dem Podcast „Lifestyle of Longevity“ mit Dr. Kati Ernst und Kristine Zeller, die nun ihre über Jahre gesammelten Erfahrungen und Erkenntnisse mit uns teilen. Sie sprechen u.a. über …
Sport
Trends wie Reformer Pilates, Mouthtaping, Aroma Therapie, Biohacker Bryan Johnson
7. Chronisch gut – Der Podcast über chronische Krankheiten
In „Chronisch gut – Der Podcast über chronische Krankheiten“ gibt Helene Anschütz, die selbst unter der chronischen Erkrankung Morbus Bechterew leidet, chronischen Erkrankungen eine Stimme. Gemeinsam mit Expert:innen wie Dr. Julia Fischer und Erkrankten – die häufig auch Expert:innen sein müssen, um überhaupt eine Diagnose und medizinische Hilfe zu bekommen – klärt sie über chronische Erkrankungen, den Alltag und die Herausforderungen damit auf.
Gesprochen wird u.a. über:
PCOS und generell Gendermedizin/Frauengesundheit/Feminismus
In dem Podcast Old an Gold spricht Lisa Lauter nicht über, sondern mit älteren Menschen. Dazu fährt sie durch ganz Deutschland, besucht Senior:innen zu Hause und in Pflegeeinrichtungen und lässt sie ihre Geschichten erzählen. Ein Generationen-Podcast, der zum Austausch anregt, denn: Erfahrungen älterer Menschen sind goldwert. Freut euch auf Geschichten über …
Ihr habt Fragen zur ambulanten Pflege und sucht einen Pflegedienst in Oberhausen NRW oder naher Umgebung? Dann braucht ihr keinen Podcast, sondern Hanne und Hans und unseren Pflegedienst Sensus! 😉
Würdevolle Pflegehilfsmittel von finally: Seit meiner Kindheit bekomme ich durch die Arbeit und den ambulanten Pflegedienst meiner Mutter einen Einblick in die Pflegearbeit. Damals wie heute habe ich mir die Frage gestellt, wieso Produkte für Alten- und Krankenpflege neben der Funktionalität eigentlich nur eins im Sinn zu haben scheinen: dass Erkrankungen und Pflegebedürftigkeit abseits vom individuellen Leben stattfinden. Doch Älterwerden, Erkrankungen und das Sterben sind nun mal Teil des Lebens. Laut Destatis waren im Dezember 2023 im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes (SGB XI) etwa 5,7 Millionen Menschen pflegebedürftig.* Wieso sind es dann immer noch Tabus? Natürlich weil wir unsere Endlichkeit lieber verdrängen. Vielleicht aber auch aufgrund einer stigmatisierenden Produktpalette im mausgrauen und krankenhausweißen Gewand. Funktional, steril und einheitlich scheint der Design-Konsens zu lauten. Die Diplom-Produktdesignerin und Trendexpertin Bitten Stetter aus Zürich geht neue Wege und entwirft deshalb seit 2021 unter ihrem Label finally. würdevolle Pflegehilfsmittel wie Ess- und Trinkgeschirr, Greifobjekte, Pillendosen, Kommunikationstools, Kleidung und Zubehör fürs Krankenbett.
Nachdem ich durch Zufall vor einigen Monaten den CityCaddy entdeckt habe, fragte ich meine Mutter, welches Pflegehilfsmittel wohl dringend ein Update benötigt. Ihre Antwort: „Urinbehälter für Männer“. Natürlich begann ich erstmal mit der Recherche. Gibt es wirklich noch nichts auf dem Markt? An den Schaufenstern klassischer Sanitätshäuser gehe ich nach wie vor schnellen Schrittes vorbei. Dann schaute ich mir die Aussteller:innen einer Pflegemesse an, die die neuesten Trends am Pflegehimmel präsentierte und fand … auch nichts.
Den Tagen mehr Leben geben – finally.
Sollten wir nicht gerade aufgrund von Erkrankungen und Pflegebedürftigkeit nicht nur unseren Blick auf die Funktionalität richten, sondern ebenfalls darauf, dass uns das Produktdesign anspricht? Es geht ja hierbei nicht um impulsartigen und unnützen Konsum, sondern um Dinge, auf die wir in den fragilsten Phasen unseres Lebens eine Weile oder bis zu unserem Tod angewiesen sind. Dinge, mit denen und durch die wir würdevoll und individuell leben – uns lebendiger und respektiert fühlen. Die gute Nachricht: Ich sehe Licht am Ende des tristen Krankenhausflurs! Dank der ästhetischen Pflegehilfsmittel von finally!
Mehr Infos erfahrt ihr von der Diplom-Produktdesignerin, Trendexpertin Bitten Stetter in unserem Interview, die als Professorin für Trends & Identity an der der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) zu Design, Lebensstilen und Wandel forscht.
Bitten Stetter
Was war der Auslöser für die Gründung von finally?
Bitten Stetter: Der Auslöser für die Gründung von finally. waren sehr persönliche Erfahrungen. Als Angehörige eines chronisch krebserkrankten und im Verlauf sterbenden Menschen habe ich hautnah miterlebt, wie wenig wir der Lebensreise, in der wir meist einen Prozess von gesund zu fragil erleben, eine wertschätzende Aufmerksamkeit widmen. Der Gestaltung der Gesundheitsreise wie auch letzten Lebensphase kommt wenig gestalterische Auseinandersetzung zu teil. Während es für jede andere Phase von der Geburt über Kindheit und Jugend bis ins hohe Alter unzählige durchdachte Produkte gibt, bleibt vor allem das Sterben von einer trostlosen und funktionalen Ästhetik geprägt.
Ich war fassungslos, wie wenig würdevolle Dinge für Menschen, die ihre letzten Lebensphasen antreten, existieren. Statt durchdachter Pflegeprodukte fand ich billige Plastikbecher, uniforme Pflegekleidung und sterile, abweisende Umgebungen. Als Designerin und Trendforscherin konnte ich nicht akzeptieren, dass in einer Welt, in der Design jede Facette unseres Lebens beeinflusst, Fragilität und Endlichkeit so wenig Beachtung finden.
Aus dieser Erfahrung heraus entstand finally. Unser Ziel ist es, das Leben als Prozess durch gesunde und fragile Phasen neu zu denken. Mit Produkten, die nicht nur funktional, sondern auch sinnlich, ästhetisch und würdevoll sind und damit nicht nur den fragilen Menschen Unterstützung geben, sondern auch den Zu- und Angehörigen wie auch den professionellen Pflegenden. Denn Design hat die Kraft, nicht nur das Leben, sondern auch das Lebensende menschlicher zu gestalten. Uns ist es dabei wichtig, die Vergänglichkeit als Teil menschlicher Existenz anzuerkennen.
Wofür steht finally. genau?
Bitten Stetter: finally. steht für die Idee, eine ästhetische, menschenzentrierte Designperspektive in die letzten Lebensphasen und ich spreche hier sehr bewusst von Phasen zu bringen. Es geht darum, die Endlichkeit nicht zu verbergen oder Sterblichsein zu stigmatisieren, sondern diese Phasen des Lebens mit Respekt und Würde zu gestalten. Die Care-Produkte und Designs sollen einfühlsam sein, um den Menschen auf seinem Lebensweg bis zum Schluss zu unterstützen.
Designst du die Produkte allein oder im Team?
Bitten Stetter: Ich arbeite sowohl allein als auch mit Expert:innen aus der Pflege, aus der Psychologie, wie auch mit Betroffenen (z. B. krebskranken Menschen) zusammen. Dabei ist es besonders wichtig, nicht nur mit Fachleuten aus den Bereichen der medizinischen Palliativpflege, sondern auch mit freiwilligen Caregivers, nicht professionellen Caregivers wie auch Caretakers zusammenzuarbeiten. Denn die Perspektiven können sich sehr unterscheiden. Die Zusammenarbeit ermöglicht es mir, sowohl die ästhetischen als auch die praktischen Bedürfnisse aller mitgestaltenden Personen zu berücksichtigen. Denn Sterben tun wir selten allein, so wie wir auch selten allein schwer erkranken. Meist sind auch andere Personengruppen an diesen Verläufen beteiligt. Zudem müssen wir Sterben hier auch sehr weit fassen, ähnlich wie es die Palliative Care tut. Sterben beginnt aus mancher Perspektive schon nach der Geburt. Soweit würde ich selbst nicht gehen, aber es nimmt sicher seinen Anfang, wenn ein Mensch (chronisch) erkrankt oder sich aufgrund seines natürlichen Alters in seiner fragileren Lebensphase befindet.
Wo werden die Produkte produziert und worauf achtest du bei den Materialien?
Bitten Stetter: Die Produkte werden in enger Zusammenarbeit mit Handwerker:innen und spezialisierten Produzent:innen in Europa fair produziert, die sich auf hochwertige Materialien und Produktionen konzentrieren. Ich achte besonders auf Nachhaltigkeit, eine hohe Materialqualität und darauf, dass die Produkte sanft und sicher für die Menschen sind. Auch und vor allem die emotionale, bedeutungsvolle Wirkung der Materialien ist für uns ein wichtiger Faktor. Pflegen und Begleiten heißt berühren: Die Dinge, die wir gestalten, sollen durch ihre Wertigkeit im doppelten Sinne berühren.
Was können stilvolle Pflegehilfsmittel aus deiner Sicht alles leisten?
Bitten Stetter: Ästhetisch hochwertige Pflegehilfsmittel können weit mehr leisten als nur funktionale Unterstützung. Sie können den Krankheits-, Alterungs- und Sterbeprozess menschlicher und würdevoller gestalten, indem sie eine beruhigende Atmosphäre schaffen und den Patient:innen sowie deren Angehörigen das Gefühl von Nähe, Geborgenheit und Respekt vermitteln. Sie helfen dabei, das Tabu rund um die Endlichkeit und Vergänglichkeit zu brechen und ermöglichen eine bewusstere und anerkennende Auseinandersetzung mit der Fragilität des Lebens.
Welche Produkte bietest du an?
Turnarounder
Bitten Stetter: Aktuell konzentriere ich mich auf Produkte, die uns taktil oder visuell in Pflegebereichen berühren. Pflegeutensilien und spezielle Kleidung für den Übergang von der gesunden bis zur letzten Lebensphase. Diese Produkte sind nicht nur funktional, sondern auch hautsinnlich ansprechend und auf die Bedürfnisse von schwer kranken oder sterbenden Menschen abgestimmt. Besonders am Herzen liegt mir die Entwicklung von Dingen, die sowohl die körperliche als auch die emotionale Würde der Menschen in dieser Phase unterstützen und die Kommunikation zwischen An- und Zugehörigen und Betroffenen fördern. Kommunikationstools sowie Dinge, die Übergänge und Zwischenräume gestalten. Denn Sterben ist heute meist ein sehr langsamer Prozess, oftmals über mehrere Jahre mit Höhen und Tiefen, guten und schlechten Tagen. Ich verstehe unsere Designs als Lebensbegleiter. Daher ist der Turnarounder ein Morgenmantel, der sich zum Spitalhemd wenden lässt, auch ein wichtiges Produkt, da es sehr gut das Thema Krankheit als Weg vermittelt.
Welches Feedback bekommst du und wer sind bislang deine Hauptkund:innen?
Bitten Stetter: Das Feedback, das ich erhalte, ist überwiegend positiv. Vor allem von Angehörigen und Betroffenen aber auch von Pflegenden, die sich ästhetische und menschenzentrierte Produkte im Pflege- und Sterbebereich wünschen. Meine Hauptkund:innen sind Pflegeeinrichtungen, Hospize und palliative Einrichtungen, aber auch Einzelpersonen, die schöne Care-Objekte im Alltag vermissen und suchen.
Wo kann man Pflegehilfsmittel von finally kaufen?
Bitten Stetter: Die Produkte von finally. sind online erhältlich und können über unsere Website bestellt werden. Außerdem haben unser Care Atelier, einen Shop im Herzen Zürichs. Zudem arbeiten wir mit verschiedenen Care-Plattformen und Pflegeeinrichtungen und Vereinen zusammen, die unsere Produkte ebenfalls anbieten.
Du bietest neben deinen Produkten auch Workshops an. Worum geht es?
Bitten Stetter: Die Workshops und Veranstaltungen, die wir veranstalten, richten sich an alle, die in der Pflege oder Betreuung von sterbenden
Würfelset
Menschen tätig sind, sowie an Angehörige, die sich aktiv mit dem Thema Sterben und Tod auseinandersetzen möchten und an alle, die in Berührung mit unserer Endlichkeit treten ‒ sich also vorbereiten und auseinandersetzen möchten. In unseren aktuellen Workshops arbeiten wir z. B. mit unseren Würfeln, um uns Fragen der Fragilität anzunähern. Dies soll helfen, die letzten Lebensphasen besser zu planen und zu gestalten. In anderen Workshops fragen und spekulieren wir darüber, wie Design die Pflege und das Wohlbefinden verbessern kann.
Mein Wunsch ist es, dass sich irgendwann Geschäfte für ästhetische Pflegehilfsmittel zwischen Mode-, Beauty-, und Einrichtungsläden reihen – solange es überhaupt noch den stationären Handel gibt. Gleiches gilt natürlich für den Online-Handel. Was ist deiner?
Bitten Stetter: Ich teile diesen Wunsch mit dir. Der stationäre Handel ist nach wie vor wichtig, denn er bringt uns oft ungeplant in Berührung mit Dingen. Zudem ist es für uns essenziell, dass Menschen unsere Produkte erleben und in unserem Shop in den Austausch treten. Gleichzeitig hilft uns der Online-Shop, eine breitere Zielgruppe zu erreichen.
Ich hoffe, dass sich ein Bewusstsein für wertschätzende und ästhetische Pflegehilfsmittel entwickelt und sie Teil des Mainstreams werden. Schließlich ist der Umgang mit Fragilität, Krankheit, Altern, Sterben und Tod ein sehr persönliches Thema, das oft einfühlsam und respektvoll begleitet werden muss.
Hier gibt es noch viel zu tun, denn das Gesundheitssystem ist stark auf Heilung, Standardisierung, Effizienz und Funktionalität ausgerichtet – dabei wird das sinnliche Erleben oft ausgeklammert. Das möchten wir im Kleinen wie im Großen ändern.
Dafür brauchen wir Menschen wie euch, die unser Anliegen für relevant erachten und es mit uns teilen. Spread the message: finally we are fragile humans.
♡ Wir danken dir für das Gespräch, liebe Bitten und wünschen euch von Herzen weiterhin viel Freude und Erfolg mit finally! ♡
Dating ab 50plus: Ihr seid über 50, Single und auf Partner:innensuche? Dann fragt ihr euch vielleicht, welche Möglichkeiten ihr habt, um euch ins Dating-Getümmel zu stürzen. Um ehrlich zu sein: Viele Wege führen nach Rom – wenn ihr aktiv werdet!
Dating ab 50plus im echten Leben – seid aktiv!
Ganz egal wie alt wir sind – über Hobbys, Sport, (Gruppen-)Reisen, Events (macht die Bars und Clubs unsicher!) und Ähnliches haben wir immer die Möglichkeit, neue Menschen und vielleicht auch eine neue Liebe zu finden. Das geht euch zu langsam oder es fällt euch schwer, in einer „Kumpelatmosphäre“ zu flirten? Dann probiert es doch mal mit Speeddating.
Was ist Speeddating?
Speeddating sind öffentlich arrangierte Events, bei denen ihr innerhalb von wenigen Minuten mehrere potenzielle Partner:innen kennenlernt. Dabei sitzt ihr an einem Tisch und unterhaltet euch mit der jeweiligen Person nur wenige Minuten. Danach wird der Tisch/Platz gewechselt und ihr lernt die nächste Person kennen. Am Ende könnt ihr euch entscheiden, wen ihr gerne wiedersehen möchtet. Natürlich muss das Interesse von beiden Seiten bestehen.
Wo findet man Speeddating-Veranstaltungen?
Am besten indem ihr im Internet nach Veranstaltungen in eurer Nähe sucht. 😉
Zwei Beispiele:
Events von Speeddating XXL (50 bis 65 – da geht noch mehr, oder?!) oder ihr meldet euch für die Matching Nights (Ü40 – hier hoffen wir auch noch auf höhere Altersklassen) an.
Machen wir uns nichts vor – das Leben wird immer schnelllebiger und es gar nicht so einfach, bei all den Verpflichtungen, gesundheitlichen oder finanziellen Einschränkungen im echten Leben zu flirten, daten und vielleicht sogar eine:n festen Partner:in zu finden. Aber keine Sorge. Dafür gibt es ja das Online-Dating beziehungsweise eine Masse an Online-Dating-Apps. Tinder, Bumble und Lovoo kennen die meisten von uns, aber tatsächlich sind dort bislang eher jüngere Menschen angemeldet. Ich persönlich gehe aber stark davon aus, dass sich aufgrund des demografischen Wandels und unserer wachsenden digitalen Affinitäten bald auch immer mehr Menschen ab 50plus dort anmelden. Parship ist eine weitere Plattform, die auch von älteren Menschen genutzt wird.
Und Versuch macht ja bekanntlich klug – seid ihr also in euren 50ern/60ern oder sucht vielleicht sogar nach jüngeren Partner:innen, dann probiert es einfach aus und meldet euch an. Oder ihr probiert gleich die folgenden Dating-Apps aus, die speziell für Menschen ab 50plus entwickelt wurden.
Für alle Dating-Apps gilt: Zwar könnt ihr euch bei allen Apps kostenlos ein Profil erstellen, allerdings bieten euch nur die Premium-Mitgliedschaften einen unbegrenzten Zugriff auf alle Funktionen. Testet am besten erstmal 1-2 Apps/Plattformen kostenfrei , vergleicht die Preise und entscheidet dann, welche euch am besten gefällt und schließt dann bei Bedarf ein Premium-Abo ab.
1. Dating-App Zweisam bzw. zweisam.de
Ihr könnt euch die Zweisam-App für iOS oder Android herunterladen oder euch auf zweisam.de über euren Computer/Laptop anmelden. Es soll keine Fake-Profile geben – ein Bild ist also ein Muss. Ohne Mitgliedschaft könnt ihr nur eine begrenzte Auswahl von Profilen ansehen.
Zusammen.de funktioniert ebenfalls als App für Smartphone und Tablet sowie über Desktop – also euren Computer oder euren Laptop. Für die Profilerstellung solltet ihr etwas Zeit einplanen. Nachdem ihr einige Male Nachrichten ausgetauscht habt und bevor ihr euch im echten Leben trefft, könnt ihr euch zuerst per Videoanruf kennenlernen. Letzteres geht allerdings nur mit Premium-Abo.
Auch bei der Dating-App Lebensfreunde.de könnt ihr euch über euren Computer, Laptop, Tablet oder euer Smartphone registrieren. Hier könnt ihr nach Freundschaften sowie nach Dates Ausschau halten.
Ihr seid einsam, wünscht euch einfach mehr Zeit und Aktivitäten mit (gleichaltrigen) Menschen zu verbringen und wollt die Partner:innensuche ganz ungezwungen damit verbinden? Dann bieten sich reine Freundschafts-Apps wie Bumble For Friends oder Meet5 und die App und Veranstaltungen (in Hamburg) von Oll Inklusiv (ab 60plus) an. Bei Bumble nutzt ihr übrigens zum Daten und für den BFF Bereich die gleiche App und den gleichen Account – erstellt euch aber ein separates Profil.
Partnerschaft ist nicht immer der Schlüssel zum Glück
So unromantisch es klingt, aber fragt euch gerade nach einer Scheidung, Trennung oder nachdem ihr vielleicht über Jahre bis Jahrzehnte eure:n mittlerweile verstorbene:n Partner:in gepflegt, gearbeitet, den Haushalt geschmissen und eure eigenen Bedürfnisse vernachlässigt habt, welche Wünsche und Ziele ihr noch im Leben habt. Wartet nicht darauf, sie euch erst zu erfüllen, wenn ihr wieder in einer Beziehung seid. Vielleicht könnt ihr sie euch ohne Partner:in sogar besser erfüllen. Habt ihr euren neuen Herzensmenschen gefunden und passt er zu euren Ansprüchen und Werten, gebt eure Unabhängigkeit nicht auf und pflegt weiterhin eure Freundschaften und Hobbys. Es ist bitter, aber gerade auf Online-Plattformen treiben sich viele Heiratsschwindler:innen/Betrüger:innen herum. Hierbei kommt oft das sogenannte „Love Bombing“ ins Spiel – ihr werdet also buchstäblich zu Beginn, in Konfliktsituationen oder bei Trennungsabsichten mit Liebesbekundungen „bombadiert“ und manipuliert.🚩 Geht es daher langsam an und seid wachsam. Es passt plötzlich doch nicht mehr? Euer Crush hat eher nach einer Haushaltshilfe, privaten Pflegekraft oder einem „hübschen Accessoire“ an seiner („ihrer“ kommt halt eher weniger vor) Seite gesucht? Dann denkt bitte nicht: Hauptsache, ich bin im Alter nicht allein, sondern scheut euch nicht vor …
♡ „Beziehungsstatus: Die Route wird neu berechnet.“ ♡
CityCaddy – Hackenporsche meets Rollator: Ihr sucht einen Einkaufs- und Reisetrolley, der euch gleichzeitig als Stütz-und Gehhilfe dient? Also etwas zwischen Hackenporsche und Rollator? Gibt es so was überhaupt und falls ja, klingt es dann zwar praktisch, aber auch nach … unästhetisch, oder? Dann kennt ihr den stylischen CityCaddy der Hamburger Produktdesignerin und Ü70-Gründerin Elke Jensen noch nicht!
Als ich vor einigen Monaten zum ersten Mal einen Beitrag über Elke Jensen und den CityCaddy gelesen habe, war ich sofort begeistert! Endlich mal ein stylischer Alltagsbegleiter für ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen. Natürlich geht es bei Hilfsmitteln vornehmlich um Funktionalität und Komfort. Aber es ist ja so: Je unästhetischer solche Hilfsmittel sind, desto weniger Freude bereiten sie uns und desto mehr empfinden wir unsere Einschränkungen als Last. Zeit, dass sich das ändert! Elke Jensen geht mit ihrem CityCaddy buchstäblich einen großen Schritt voran.
CityCaddy – Einkaufstrolley trifft auf Rollator
Der CityCaddyist der Beweis, dass sich Funktionalität, Komfort und Design nicht ausschließen, sondern eine perfekte Einheit bilden können. Und ganz ’nebenbei‘ zeigt uns Elke Jensen, dass wir auch mit über 70 Jahren noch den mutigen Schritt in die Start-up-Welt wagen können. Erzähl uns doch bitte mehr, Elke Jensen.
Wann und wie entstand die Idee zum CityCaddy und war dir gleich klar, dass du dafür ein Start-up gründen möchtest beziehungsweise musst?
Elke Jensen: Mir war schon länger klar, dass mein Ruhestand kein ruhiger Zustand wird und sein soll. Dafür bin ich viel zu gern agil und unterwegs. Und da ich mein Leben lang beruflich selbstständig war, lag die Idee der Gründung eines Start-ups nahe. Die Idee zum CityCaddy als Produkt – bzw. sogar als eigene Produktkategorie – hatte ich schon länger im Kopf. Ich beobachte gern Menschen, Vorgänge und Begebenheiten, in der Stadt oder auf Reisen. Mir ist aufgefallen, dass sich viele ältere Menschen eine Stütze wünschen. Eine ältere Dame hatte sogar einen Kinderwagen „als Tarnung“, da sie keinen Rollator benutzen wollte. Er ist eine tolle und auch notwendige Erfindung, strahlt aber schnell Gebrechlichkeit aus. Ich wollte also etwas Eigenes, Schönes, Freude machendes realisieren und auf den Markt bringen. So nahm die Geschichte ihren Lauf. Nach fünf bis sechs Jahren Entwicklungszeit und intensiven Testphasen bin ich dann in Kontakt getreten mit potenziellen Herstellern und der KfW-Bank. Die Finanzierung habe ich letztendlich dann aber mithilfe von Family & Friends gestemmt.
Was macht den City Caddy so besonders und für wen eignet er sich?
Elke Jensen: Der CityCaddy ist wie ein Accessoire.
Er definiert eine eigene Produktkategorie zwischen Rollator und Hackenporsche. Und er ist ein Lifestyleobjekt, das hohe Ästhetik besitzt, auch aufgrund der exklusiven und durablen Materialien. Darüber hinaus ist seine Funktion sowohl zum Schieben als auch zum Ziehen. Ersteres ist komfortabel, um Einkäufe zu transportieren, letzteres sehr angenehm beim Fortbewegen in Bus und Bahn und auf Stufen.
Unsere Zielgruppe sind (bisher noch) in erster Linie vorwiegend ältere Seniorinnen. Und auch körperliche eingeschränkte Menschen, beispielsweise mit Parkinson oder MS, zählen zu unseren Käufer:innen.
In wie vielen Ausführungen gibt es ihn derzeit und planst du weitere?
Elke Jensen: Aktuell gibt es die beiden Modelle CC.PARIS (mit exklusiver Ledertasche) und CC.MAILAND (mit dem Shopper aus Waschpapier) in den drei Farben Orange, Blau und Beige. Und wir haben die Sonderkollektion CC.HAMBURG (mit einer Markttasche, die aus ausrangierten Riesenbannern genäht wird), sie ist in Kooperation mit dem Hamburger Label fyksin entstanden. Momentan arbeite ich an einer Version mit einem Aktenkoffer, da bin ich gerade am Skizzieren.
Wo wird der CityCaddy produziert und welche Materialen verwendest du?
Elke Jensen
Elke Jensen: Der CityCaddy ist haltbar, reparabel und ressourcenbewusst, das war mir in verschiedener Hinsicht wichtig. Das Thema Nachhaltigkeit spielt somit eine große Rolle: So ist beispielsweise Leder ein sehr langlebiges Material. Und alle Einzelteile sind bei einem eventuellen Schaden relativ leicht zu ersetzen. Darüber hinaus kommen kaum Verbundteile und sehr wenig Kunststoff zum Einsatz. Gefertigt wird in Manufakturen in Deutschland – so entstehen nur kurze Transportwege – unter dem Aspekt von „slow production“: Wir setzen auf hohe Wertschätzung von Material und Arbeit. Der Herstellungsprozess und die präzise Fertigung umfassen Arbeit per Hand genauso wie vom Roboter. Und alle am Prozess Beteiligten sollen fair bezahlt werden. Qualität hat ihren Preis!
Du präsentierst den CityCaddy auch auf Messen wie der BLICKFANG Designmesse. Waren die Initiator:innen gleich begeistert und welches Feedback hast du von Besucher:innen bekommen?
Elke Jensen: Ja, wir stoßen auf sehr, sehr viel positives Feedback, das merken wir immer wieder, auch bei anderen Messen, Veranstaltungen und nach Veröffentlichungen. Wir hören sehr häufig, dass Senior:innen wieder gern draußen sind, da sie sich mit dem CityCaddy sicherer fühlen. Bei der BLICKFANG in Hamburg haben wir 2022 übrigens den Designpreis gewonnen, das war eine wunderbare Überraschung und Bestätigung.
Glückwunsch zum Designpreiß! 👏
Warst du zuvor schon mal Selbstständig oder Gründerin oder war es der Sprung ins kalte Wasser?
Elke Jensen: Ich war in meinem Berufsleben sogar überwiegend selbständig tätig, hatte fast 19 Jahre lang eine eigene Galerie für Gegenwartskunst in Hamburg-Eppendorf, war Dozentin an der AMD Hamburg, Gründungsmitglied der Plattform Kulturwerk West e. V. und im Vorstand der internationalen Künstlerinnen – Stiftung Die Höge. Außerdem habe ich – im Verbund mit anderen Designer:innen – das Label To Som Kom gegründet. Ich habe viele berufliche Stationen durchlebt, ich war immer offen für Neues!
Gründer:in zu sein ist immer mutig und mit vielen Risiken verbunden. Denkst du, dass es mit über 70 Jahren noch risikoreicher ist oder kann es sogar ein Vorteil sein?
Elke Jensen: Ich denke, der Gründungsprozess an sich ist ein anderer. Bei der Bank wurde ich beispielsweise gefragt, ob ich eine jüngere Person mit im Boot hätte, um die Nachfolgeregelung sicherzustellen. Auf der einen Seite musste ich mich aufgrund meines Alters also mehr durchbeißen, auch bei Terminen mit Herstellern. Als Vorteil sehe ich wiederum eine große Portion Lebenserfahrung und auch mehr Gelassenheit als in jüngeren Jahren.
Welche Botschaft möchtest du mit deinem Start-up und dem CityCaddy vermitteln?
Elke Jensen: Mein Credo lautet: Auch im Alter lässt die Freude am Schönen nicht nach! Mit dem CityCaddy möchte ich diese Ansicht stützen und möglich machen.
Als Produktdesignerin und Start-up-Gründerin bist du unweigerlich offen für Neues. Einige Menschen verlieren die Fähigkeit, je älter sie werden. Hast du einen Tipp, um dem vorzubeugen?
Elke Jensen: Bleibt neugierig und interessiert Euch für die Dinge & Menschen um Euch herum. Und es hilft sehr, nicht zu sehr zu beurteilen. Wichtiger ist, gut für sich zu sorgen, sowohl körperlich als auch geistig.
Was sind deine Energie- und Motivationsquellen?
Elke Jensen: Oh, derer gibt es einige … Kunst und Kultur haben mich zum Beispiel immer inspiriert. Unterwegs sein, zu Fuß in der Stadt, bei Veranstaltungen und auf Reisen, bringt mir neue Eindrücke. Und der Austausch mit Menschen ist mir sehr wichtig. Gern ziehe ich mich aber auch einmal zurück und lese und mache Pilates.
Was bereitet dir in puncto Älterwerden Sorgen?
Elke Jensen: Aktuell kann ich (toi, toi, toi) sagen nichts! Ich hoffe, mein Verstand bleibt mir erhalten sowie ein gewisses Maß an Beweglichkeit. Meine beiden Großmütter sind weit über 90 Jahre alt geworden und haben immer in ihrem Haus gelebt, bis sie verstorben sind. Sie sind meine Vorbilder, und ich hoffe, dieses Glück ist mir auch hold bzw. vererbt worden.
Wie möchtest du leben, wenn du medizinische und alltägliche Hilfe benötigst?
Mein großer Wunsch ist, so lange wie möglich in meiner eigenen Wohnung bleiben zu können. Wenn nötig, dann vielleicht mit externer Unterstützung. Wie sich das genau gestaltet, kann ich heute noch gar nicht sagen. Vielleicht gibt es ja bis dahin auch noch neue Konzepte oder andere Begebenheiten.
Wir danken dir für das Gespräch und wünschen dir weiterhin ganz viel Freude und Erfolg!
Für alle NRWler:innen: Testet den CityCaddy vor Ort beim Pflegedienst Sensus in Oberhausen!
Da wir so begeistert vom CityCaddy sind, könnt ihr ihn ab jetzt auch in Oberhausen NRW direkt im Büro des Pflegedienstes Sensus anschauen und eine Probefahrt machen. Hannelore und Team freuen sich auf euren Besuch und erklären euch, wie der stilvolle Flitzer funktioniert und wie ihr ihn bestellen könnt.
Aromatherapie – ein Duft, der uns an unsere Kindheit erinnert, unseres Lieblingsessens, einer geschälten Mandarine oder Orange, das Aroma einer Blume oder des Waldes – habt ihr euch schon mal gefragt, wieso uns viele Düfte und Aromen beziehungsweise ätherische Öle positiv beeinflussen? Ganz einfach: Unser Geruchssinn hilft uns nicht nur dabei, zu schmecken, sondern auch dabei, unser Wohlbefinden zu steigern und sogar psychische und physische Erkrankungen vorzubeugen oder zu lindern. Deshalb wird die Aromatherapie/Aromapflege unter anderem auch in der Alten-, Gesundheits-, Kranken- und Palliativpflege ergänzend angewandt. Allerdings ist trotzdem Vorsicht geboten.
Wie entstehen ätherische Öle?
Pflanzen produzieren ätherische Öle, um Schädlinge und Keime abzuwehren. Sie stammen also aus der Natur und werden durch Wasserdampfdestillation aus der jeweiligen Pflanze gewonnen. Bei Zitrusfrüchten geschieht dies durch Kaltpressung.
Wie genau wirken Aromen?
Olfaktorisch
Wir nehmen die jeweiligen Duftmoleküle über unsere Riechschleimhaut auf – sie wirken also olfaktorisch. Die Riechschleimhaut ist wiederum Teil unseres zentralen Nervensystems. Im limbischen System sorgen die Duftreize dann für die Ausschüttung von Neurotransmittern und Endorphinen wie zum Beispiel Serotonin und Dopamin, die unser Wohlbefinden steigern, unser Gedächtnis positiv beeinflussen, Schmerzen sowie Stress und Ängste (zum Beispiel bei Demenz wie Alzheimer) mindern und in Teilen den Heilungsprozess unterstützen können. Zwar ist dieser Effekt durch Studien und die klinische Praxis in Teilen belegt, allerdings weiß man immer noch nicht, welche Mechanismen auf molekularer Ebene genau dazu führen. Ganz wichtig: Besteht eine ernsthafte Erkrankung, kann die Aromatherapie eine schulmedizinische Behandlung nicht ersetzen, sondern nur ergänzen.
Dermal oder oral
Außerdem können die Inhaltsstoffe der ätherischen Öle genutzt werden, indem sie über die Haut oder oral eingenommen werden.
Wie verwendet man ätherische Öle?
Ätherische Öle gibt es unter anderem in Form von …
Raumdüften – in Duftlampe/Diffuser
Inhalationszusätze
Badezusätzen
Saunaaufgüssen
Massageölen (vermischt mit einem Trägeröl/einer Trägercreme)
Aromatherapie-Kerzen
Kompressen
Medikamenten
Kosmetik- und Körperpflegezusätzen (Duftspray, Mundspülung, Cremes etc.)
Lebensmittelzusätzen (nicht mehr als 1-2 Tropfen)
Was sind die wirksamsten und beliebtesten Aromen?
Wie bereits erwähnt, gibt es keine Garantie, dass Aromen die gewünschten Effekte erzielen. Hier gilt es also, sofern ihr ätherische Öle vertragt, diese in minimaler Dosierung auszuprobieren und auf die Signale eures Körpers und eurer Psyche zu achten. Die Auflistung dient zur groben Orientierung.
Eukalyptus – erfrischt, belebt, wirkt luftreinigend und antiseptisch ( Erkältungen/Atemwegsinfekte)
Rose – beruhigt, schafft warme Atmosphäre, wirkt gegen Gefühlsblockaden, Liebeskummer, krampflösend und hautregenerierend (lindert Hautkrankheiten/geeignet zur Narbenpflege)
Rosmarin – belebt, motiviert, als Massageöl durchblutungsfördernd, lindert Erschöpfung und Kopfschmerzen
Melisse – stärkt, harmonisiert, beruhigt und belebt
Teebaumöl – erfrischt, wirkt antibakteriell/antiviral/antimykotisch (wird zum Beispiel bei Hautunreinheiten, Erkältungen, Grippe, Fieber, Verdauungsproblemen und zur Mundpflege eingesetzt).
Anis – beruhigt, entkrampft/entspannt (Magen-Darm-Beschwerden), wirkt verdauungs- und schleimfördernd sowie hustenstillend (Atemwegserkrankungen)
Fichtennadel – befreit (Psyche und Nase), belebt, sorgt für Gelassenheit und löst Verspannungen
Woran erkennt man hochwertige ätherische Öle?
Kauft nur 100-prozentige ätherische Öle, da synthetisch hergestellte Aromen gesundheitsschädlich sein und beispielsweise Allergien auslösen können.
Welche Risiken und Nebenwirkungen haben ätherische Öle?
Grundlegend könnt ihr ätherische Öle sehr einfach zu Hause anwenden. Um Nebenwirkungen zu vermeiden, solltet ihr immer nur wenige Tropfen auf einmal verwenden. Beachtet die Angaben auf der Verpackung.
Allergietest
Bei einer bereits bestehenden Allergie auf das jeweilige Aroma solltet ihr dieses natürlich gar nicht erst anwenden. Seid ihr euch nicht sicher, empfiehlt sich vor der ersten Anwendung ein einfacher Allergietest: Gebt dazu einfach einen Tropfen des Aromas in eure Ellenbeuge und wartet ein paar Minuten. Reagiert euer Körper mit Juckreiz und/oder einem Hautausschlag oder Ähnlichem, solltet ihr das Öl nicht anwenden.
Risikogruppen
Bei schweren Erkrankungen und speziell bei Asthma und bei der Anwesenheit von Schwangeren, Babys und Kindern empfiehlt sich vor dem Gebrauch eine Abklärung mit Therapeut:innen/Ärzt:innen oder beispielsweise einer Hebamme. Bei Babys und Kleinkindern können bereits wenige Tropfen lebensbedrohlich sein, wenn sie in Mund oder Nase gelangen. Schwangere reagieren meist sehr sensibel auf Gerüche und sollten daher nur damit in Kontakt kommen, wenn sie den Duft (v)ertragen. Es leben Haustiere im Haushalt? Auch dann ist Vorsicht geboten, sofern die Öle stark phenol- und ketonhaltig sind. Sichert euch in diesem Fall vor der Anwendung tierärztlich ab, um die Gesundheit des Tieres nicht zu gefährden.
Was ist Aromatherapie und wer bietet sie an?
Die Aromatherapie zählt zu den alternativen Heilmethoden und ist ein Teilbereich der Phytotherapie (Pflanzenheilkunde). Abgesehen davon, dass ihr euch die Aromen für den häuslichen Gebrauch selbst kaufen und anwenden könnt, wird die professionelle Aromatherapie von Ärzt:innen, Heilpaktiker:innen (Heilpraktikergesetz §1 Abs. 1 HeilprG), Psychotherapeut:innen und sogar Tierärzt:innen angeboten. Leider ist der Begriff Aromatherapeut:in gesetzlich nicht geschützt. Achtet daher bei der Wahl eurer Therapeut:innen unbedingt auf ausreichende medizinische und therapeutische Kenntnisse/Zertifikate.
Wer zahlt die Kosten?
Die Kosten für die Aromatherapie werden weder von den Kranken- noch von den Pflegekassen erstattet.
Macht ein Ritual daraus
Gerade wenn ihr oder eure Liebsten durch eine schwere Zeit gehen, gibt es nichts Wichtigeres, als das Wohlbefinden und die Gesundheit zu stärken. Die Aromatherapie kann dann dazu beitragen. Stellt ihr eine positive Wirkung fest, könnt ihr daraus ein regelmäßiges und entspannendes Ritual machen. Gerade am Abend vor dem Schlafengehen, bei akuten Infekten, in stressigen Phasen oder um positiv und gestärkt in den Tag zu starten.
Statt ätherische Öle: Natürliche Gerüche im Alltag und in freier Natur
Ätherische Öle sind nicht euer Ding oder ihr vertragt sie nicht? Dann achtet einfach mal ganz bewusst darauf, wie sich eure Emotionen verändern, wenn ihr an einer Blume riecht, einen Waldspaziergang macht, eine Orange oder Mandarine schält, den Duft von Zimt wahrnehmt oder euer Lieblingsessen esst. Es sind wie immer die kleinen Dinge, die einen großen Unterschied machen können. 🙂