Kategorie: Generation 50+

  • Abenteuer Digitalisierung – so blickt ihr durch!

    Abenteuer Digitalisierung – so blickt ihr durch!

    Abenteuer Digitalisierung: Sprechende Computer, eBook Reader, Smartphones, die die Fernbedienung ersetzen, oder ganze Smart Homes, um die eigenen vier Wände noch sicherer und komfortabler zu machen und trotz Pflegebedürftigkeit so lange und eigenständig wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen zu können? Willkommen, im Zeitalter der Digitalisierung! Wie aber sollt ihr da überhaupt noch die Spreu vom Weizen trennen? Mit unserer Übersicht behaltet ihr den Durchblick!


    Heutzutage spielt sich ein Großteil unserer Tätigkeiten mithilfe digitaler Techniken ab. Die Vielzahl an Möglichkeiten kann jedoch schnell dazu führen, dass ihr den Überblick verliert und Zeit sowie Geld in Dinge investiert, die euch außer Frust und einem leeren Geldbeutel nichts bringen. Mithilfe unserer Übersicht könnt ihr euch auf die wesentlichen Bereiche der Digitalisierung konzentrieren und eine erste Auswahl treffen.

    Wie kann mir die Digitalisierung den Alltag erleichtern und bereichern?

    Diese Frage solltet ihr euch stellen, bevor ihr euch in bestimmte Techniken einarbeitet. Geht alle Bereiche in Ruhe durch und macht euch dann eine Liste mit Produkten, die euren Alltag sicherer und lebenswerter machen und über die ihr mehr erfahren wollt.

    Abenteuer Digitalisierung – Übersicht zu den wichtigsten Bereichen

    Technische Geräte (für Internet, Kommunikation etc.)

    Desktop-Computer und Laptop

    Seid ihr zu Hause häufig online und schreibt E-Mails oder möchtet die Bilder eures letzten Urlaubs anschauen und bearbeiten und macht ihr generell viel am Computer, ist ein großer Bildschirm die komfortabelste und augenfreundlichste Variante. Mit einem Laptop seid ihr dagegen mobiler als mit dem Desktop-Computer, der an einem festen Platz stehen muss.

    Tablet – ideal auf Reisen

    Ein Tablet ist der ideale Begleiter auf Reisen! Größer als ein Smartphone, aber nicht so groß wie ein Laptop. Perfekt, um es in den Rucksack packen und Wegekarten oder einen Stadtführer in digitaler Ausführung anzuschauen. Ihr habt am Abend Lust auf einen Film oder möchtet die Nachrichten sehen? Auch das klappt mit einem Tablet immer noch sehr gut! Übrigens gibt es auch spezielle Senior:innen-Tablets – dazu bald mehr.

    Smartphone für unterwegs

    Die Stunden der Telefonzelle sind längst gezählt, von daher ist ein Smartphone für alle Menschen – egal welchen Alters – nützlich, um unterwegs telefonieren zu können. Beispielsweise, weil ihr in Not seid, Hilfe benötigt, euch verspätet usw. Auch hier gibt es wieder spezielle Senior:innen-Smartphones.

    Vorteile des Internets in den Bereichen Kommunikation, Unterhaltung, Information und Online-Shopping

    Chats und Video-Chats

    Mit der Familie und Bekannten über klassische E-Mails hinaus auch per Bildschirm und Chat kommunizieren zu können, ist schon was Tolles! Lebt ihr beispielsweise weiter von eurer Familie entfernt, sind Fotos und Video-Chats eine sehr gute Möglichkeit, um euren Liebsten trotzdem nah zu sein.

    Online-Shopping

    • Waren online kaufen und Dienstleistungen buchen (z. B. um Qualität, Preise und Kundenbewertungen in Ruhe vergleichen zu können.)
    • Buchung von Reisen, Flügen und Bus- und Bahnfahrten – in Hamburg kann man z. B. Bus- und Bahntickets im Nahverkehr nur noch mit einer App oder am Fahrkartenautomat an den Bushaltestellen kaufen (doch nicht jede Haltestelle hat einen Automaten)

    Online-Plattformen für Dating, Freundschaften und Reisepartner:innen

    • eine:n Partner:in finden
    • auf Gleichgesinnte treffen/neue Freundschaften knüpfen
    • Reisepartner:innen finden

    Nachrichten und Wissen

    • News/Nachrichten
    • kostenlose Erklärvideos (auch Tutorials genannt) – beispielsweise auf YouTube, Instagram und TikTok
    • kostenlose Mediatheken (beispielsweise bei den Öffentlich-Rechtlichen-TV-Sendern wie ARD, ZDF und Arte)
    • informative und unterhaltsame Online-Magazine

    Unterhaltung

    • Social Media wie Instagram, Facebook, TikTok und Co. (hier könnt ihr eure eigenen Erinnerungen, Tipps und Erfahrungen teilen, mit anderen Accounts interagieren, News-Seiten wie der tagesschau und ZDFheute folgen, neue Restaurants, Cafés, Rezepte, Shopping-/Sport-Tipps und Gesundheitstipps etc. aufspüren usw.)
    • Computerspiele – trainieren euer Gedächtnis
    • Filme, Musik, Podcasts und Hörspiele – mit (kostenpflichtigen) Plattformen wie Netflix, Amazon Prime oder Spotify

    eBook Reader

    Mit einem eBook Reader, der ungefähr die Größe eines Tablets hat, könnt ihr Bücher digital kaufen und lesen und erspart euch damit gerade unterwegs die Schlepperei von Büchern. E-Reader sind natürlich Geschmackssache – Menschen, die gerne Bücher lesen, bevorzugen es meist, ein echtes Buch in der Hand zu halten. Dennoch kann ein eBook Reader gerade für unterwegs, wenn ihr zu Hause wenig Platz  oder Probleme habt, ein Buch länger zu halten, die Schrift zu lesen oder die Seiten umzublättern, eine super Alternative sein.

    Weitere Vorteile des Internets

    • Infos zu Ticketpreisen und Öffnungszeiten
    • Taxifahrten buchen
    • digitale Tickets
    • Navigationssystem – auch wenn ihr mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß oder mit dem Rollator/Rollstuhl unterwegs seid
    • digitale Speisekarten (ihr könnt also vor dem Restaurantbesuch checken, ob euch das Essen zusagt)
    • Restaurantbewertungen und Bilder der Gerichte und des Ambientes
    • Tischreservierungen

    Digitalisierung im Gesundheitssektor

    • Elektronische Patientenakte – digitale Sammlung von Patienteninfos zu bisherigen Behandlungen, Röntgenbilder, OP-Berichte, Impfungen, etc.
    • Rechnungs-Apps – anstatt per Post könnt ihr Rechnungen und Co. bei vielen Versicherungen als Foto-Scans über eine Smartphone-App hochladen und versenden. Ihr seht sogar, ob euer Anliegen bearbeitet wird und erspart euch somit den Weg zur Post, Telefonate (endlose Warteschleifen …) usw.
    • Fitnesstracker – wie eine Armbanduhr zu tragen – kann zum Beispiel eure Herzfrequenz messen und eure Schritte während des Laufens zählen.
    • Smarte Pflegegeräte – z. B. für die ambulante Pflege bzw. ambulante Pflegedienste wie den Pflegedienst Sensus

    Digitalisierung zu Hause mit Smart Home

    In einer Studie aus dem Jahr 2017 gaben 69,42 Prozent der Befragten an, dass sie solange wie möglich in deinen eigenen vier Wänden leben möchten. Das ist nicht nur günstiger, sondern vor allem schöner. Die sogenannte Smart-Home-Technik – auch Ambient Assisted Living (AAL) genannt – ist genau dabei behilflich. Durch den Einsatz spezieller Techniken wird unser Alltag noch sicherer und komfortabler und bietet uns somit die Möglichkeit, so lange wie möglich eigenständig leben und aktiv sein zu können. Der Großteil der Befragten ist deshalb überzeugt, dass ihnen die Digitalisierung ihren Alltag erleichtern kann. Bis zu 100 Euro monatlich würden sie in Techniken des ‘Intelligenten Wohnens’ investieren.

    Die wichtigsten Smart-Home-Funktionen

    • Erweiterter Hausnotruf/mobiler Notruf
    • Anwesenheitssimulationen (schrecken Einbrecher ab)
    • Alarmanlagen und Sturzsensoren
    • Smart TV mit Internetzugang
    • intelligente Steckdosen (von überall aus ausschaltbar)
    • automatische Steuerung der Heizung
    • Steuerung von Rollläden und Licht
    • höhenverstellbare Küchenschränke, Arbeitsplatten und Gardinenstangen
    • Kühlschrank-App
    • Saugroboter
    • Kochautomaten
    • Gartenroboter

    Noch mehr Infos und Tipps zum Thema Smart Home für Senior:innen.

    Sicherheit und Datenschutz

    Für alle Geräte aber auch Apps und Co. empfehlen wir euch immer eine intensive Einweisung. Dies gilt vor allem für die Beratung und Nutzung von Smart-Home-Technik, Online-Banking und -Shopping. Generell sind Datenschutz und Schutz vor Betrug bei der Fülle digitaler Technologien heutzutage extrem wichtig, um sich nicht übers Ohr hauen zu lassen oder gar (digital) ausspioniert (engl. gehackt) und erpresst zu werden. Natürlich könnt ihr euch dazu von erfahrenen Personen in eurem Umfeld beraten lassen. Zudem gibt es aber mittlerweile auch immer mehr Kurse vor Ort und online, in denen ihr die wichtigsten Sicherheitsvorkehrungen lernt, um beispielsweise sicher im Netz zu surfen und euch vor Betrug zu schützen, zum Thema KI (Künstliche Intelligenz wie ChatGPT) zu informieren und Ähnliches. Unser Tipp: Lasst euch davon nicht abschrecken, denn auch wenn man heutzutage immer mehr Vorkehrungen treffen muss, bietet euch die Digitalisierung im Alter viele Vorteile.

    Dieser Beitrag dient euch als erste Übersicht. Bald gehen wir auf bestimmte Produkte, digitale Anwendungen und Workshops noch mal separat ein.

     

    Titelbild: © Adobe Stock – Seventyfour

  • 5 sanfte, aber effektive Sportarten

    5 sanfte, aber effektive Sportarten

    Ihr wollt seit Ewigkeiten regelmäßig Sport treiben, aber ihr habt immer noch keine Sportart gefunden, die zu euch passt und nicht zu anstrengend ist? Tipp 1: Möglicherweise fällt euch der Start zwischen Herbst und Frühling leichter als im Sommer bei hohen Temperaturen. Tipp 2: Damit ihr euch damit wirklich etwas Gutes tut und nicht nach wenigen Wochen schon wieder aufgebt, kommen hier fünf sanfte, aber effektive Sportarten für euch! Und das Beste? Sie sind auch noch richtig spaßig und befreiend!

    „Wer rastet, der rostet“, kommt leider nicht von ungefähr. Bereits ab Mitte 20 geht es mit unserer Muskulatur bergab. Treiben wir keinen regelmäßigen Sport, bedeutet das alle zehn Jahre durchschnittlich einen Muskelabbau von fünf bis zehn Prozent. Haben wir dagegen nur für einige Wochen oder wenige Monate mit der Bewegung ausgesetzt, ist das kein Problem. Dann tritt nämlich der Muscle-Memory-Effekt in Aktion und wir finden schnell zu unserer alten Form zurück.

    Der beste Zeitpunkt, um mit einer neuen Sportart zu beginnen ist somit nicht nur Anfang des neuen Jahres oder dann, wenn die Temperaturen wieder steigen, sondern jetzt!

    Ärztlicher Check-up

    Bevor ihr mit regelmäßiger Bewegung beziehungsweise einer Sportart beginnt, lasst euch ärztlich durchchecken. Gerade wenn ihr schon seit Längerem keinen Sport mehr getrieben oder bereits gesundheitliche Beschwerden habt. Dann müsst ihr euch nur noch für eine Sportart entscheiden. Ganz wichtig: Ihr müsst keinen schweißtreibenden Sport ausüben, um fit zu bleiben. Ihr braucht Inspiration? Dann sind hier …

    5 sanfte, aber effektive Sportarten!

    1. Drums Alive

    Ihr habt Rhythmus im Blut und liebt die Verbindung von Musik und Bewegung? Dann könnte „Drums Alive“ etwas für euch sein. In den Hauptrollen? Ein Gymnastikball (Pezziball), Drumsticks, Musik und Aerobic-Übungen. Indem ihr auf dem Pezziball herumtrommelt und dazu Gymnastikübungen macht, verbindet ihr die rechte mit der linken Gehirnhälfte. Das hilft euch beim Stressabbau, ihr fördert eure Kreativität und kurbelt die Durchblutung an. Euer Rhythmusgefühl ist nicht das Beste? Gar nicht schlimm. Hier stehen nämlich Bewegung und Spaß statt Präzision im Vordergrund.

    Weitere Infos bekommt ihr hier:

    Drums Alive – Deutschland

    VHS – deutschlandweiter Kursfinder

    2. Walking Football – Gehfußball

    Was sich zu Beginn vielleicht ein wenig nach Schnarch-Fußball anhört, ist effektiv und macht großen Spaß. Walking Football stammt aus dem fußballbegeisterten England und gewinnt auch in Deutschland immer mehr Anhänger:innen. Beim Gehfußball, das sich vornehmlich an Menschen über 50 oder an Menschen mit körperlichen oder seelischen Einschränkungen richtet, trainiert ihr beispielsweise eure Beweglichkeit und euer Reaktionsvermögen. Große Fußballklubs wie der VfL Wolfsburg, Werder Bremen und Schalke 04 bieten das Fußballspielen im Gehen beispielsweise an. Die wichtigsten Regeln? Ein Fuß muss immer auf dem Boden sein, Reingrätschen und Körperkontakt sind verboten, ihr dürft den Ball nicht über Hüfthöhe schießen, es gibt kein Abseits und der Job des Torwarts entfällt.

    Mehr Infos gibt’s in dieser ARD-Reportage.

    3. Stand Up Paddling

    Beim Stand Up Paddling (kurz SUP) geschieht das Paddeln, wie es der Name schon verrät: im Stehen (im Sitzen klappt es allerdings auch)! Da das Board, auf dem ihr euch fortbewegt, breiter als ein gewöhnliches Surfbrett ist, ist es mit ein wenig Übung relativ einfach, das Gleichgewicht zu halten. Zum Fortbewegen nutzt ihr ein sogenanntes Stechpaddel. Ihr könnt die Boards problemlos leihen. Möchtet ihr damit allerdings regelmäßig aufs Gewässer, paddelt ihr mit einem eigenen Board natürlich günstiger. Dieses gibt es als feste sowie als aufblasbare Variante. Durch das Stehpaddeln trainiert ihr eure Bauch- und Rückenmuskulatur. Anfänger:innen holen die Kraft meist aus den Armen. Mit ein wenig Übung werdet ihr aber schnell merken, dass euch das Paddling leichter fällt, wenn ihr die Kraft aus eurer Rumpf- sowie aus den vorderen und seitlichen Bauchmuskeln zieht. Das geschieht schon deshalb fast von allein, weil ihr euren Unterkörper anspannt, um das Gleichgewicht zu halten. Indem ihr euren Gleichgewichtssinn trainiert, senkt ihr übrigens auch ganz effektiv das Sturzrisiko.

    4. Yoga

    Yoga ist nichts Neues, aber nach wie vor im Trend und macht zwar fit, aber fällt eigentlich nicht unter den Begriff Sport. Ihr seid von der Vielzahl der Yogaarten überfordert oder befürchtet, nicht mehr beweglich genug dafür zu sein? Wichtig ist, dass ihr euch zuvor in einem Yogastudio professionell beraten lasst und im besten Fall eine 1:1 Probestunde macht. So könnt ihr mit eurer/eurem Yogalehrer:in genau klären, welche Beschwerden oder Erkrankungen ihr möglicherweise habt und findet gemeinsam heraus, welche Yogaart sich für euch am besten eignet.

    Beliebte Yogaarten

    • Hatha-Yoga – vereint mehrere Yogaarten und ist die klassischste Yogaart.
    • Vinyasa-Yoga/Vinyasa-Flow – ebenfalls sehr vielfältig und meist sehr anstrengend.
    • Bikram-Yoga (auch Hot Yoga genannt) – findet in einem 40 Grad warmen Raum statt. Vorsicht bei Kreislaufbeschwerden!
    • Ashtanga-Yoga (übersetzt “8 Glieder”) – ist ebenfalls anstrengend. Im Vordergrund stehen hier neben der Atmung und den einzelnen Bewegungen der fließende Übergang von einer zur nächsten Übung.
    • Yin- oder Kundalini-Yoga – hier stehen Ruhe und Tiefenentspannung im Fokus.

    Mit Yoga trainiert und stärkt ihr ganzheitlich Körper und Geist. Durch das intensive Dehnen könnt ihr Muskelverspannungen, Fehlhaltungen und Muskelkrämpfen vorbeugen sowie eure Muskulatur (besonders des Rückens, Beckenboden und der Arme) und euren Gleichgewichtssinn stärken. Außerdem findet ihr zur Ruhe – denn Yoga beinhaltet in der Regel auch immer Meditations- und Atemübungen (Breathwork) und tankt reichlich positive Energie.

    Zu guter Letzt lernt ihr Körper und Geist besser zu spüren. Letzteres ist speziell für Menschen heilsam, die in ihrem Leben viel „funktioniert“ haben und so vielleicht noch nie gelernt haben, nicht laufend über die eigenen Grenzen zugehen, sondern rechtzeitig zu erspüren, wann sie einen Gang zurückschalten oder ganz innehalten sollten. Achtsamkeit heißt das Zauberwort.

    5. Slow Jogging

    Eine ganz neue Sportart ist das sogenannte Slow Jogging/Running. Wie der Name schon verrät joggt ihr beim Slow Jogging so langsam, dass ihr das Laufen immer noch als leicht empfindet. Slow Jogging ist eine wissenschaftlich belegte sehr effektive und gelenkschonende Sportart und daher für Anfänger:innen sowie für Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr klassisch joggen können, die perfekte Sportart.

    Wie funktioniert Slow Jogging?

    Beim Slow Running ihr berührt den Boden immer nur mit dem Vorder- oder Mittelfuß und macht dabei viele kurze Schritte (rund 180 pro Minute).

    Hier geht’s zur offiziellen Slow Jogging Website. Eure Stadt bietet noch keinen Kurs an? Erkundigt euch trotzdem mal bei Sportvereinen in eurer Nähe, ob es nicht vielleicht doch schon ein Gruppenangebot gibt. Und falls nicht: Je höher die Nachfrage, desto größer ist die Chance, dass es in naher Zukunft einen Kurs gibt.

    Neue Sportart, neue Kontakte!

    Abgesehen vom Stand Up Paddling haben alle Sportarten etwas gemeinsam: Ihr habt die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen und im besten Fall sogar neue Freund:innen zu finden. Gerade wenn ihr allein lebt, Single seid und/oder euer Freundeskreis euch derzeit nicht zufriedenstellt. Natürlich könnt ihr euch für das Stand Up Paddling auch mit mehreren zusammentun. Mit einer neuen Sportart erfüllt ihr euch also gleich drei Wünsche auf einmal: Spaß, Wohlbefinden und Kontakte. Denn nicht zu vergessen ist Letzteres für unsere Gesundheit genauso essenziell wie regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung.

    Und jetzt wünschen wir euch ganz viel Freude bei eurer neuen Sportart! 🙂

     

    Titelbild: © Adobe Stock – LIGHTFIELD STUDIOS

  • Alternative Wohnformen im Alter: Zusammen ist man weniger allein

    Alternative Wohnformen im Alter: Zusammen ist man weniger allein

    Was hat der demografische Wandel mit alternativen Wohnformen im Alter zu tun? Der Geburtenrückgang und die gleichzeitig steigende Lebenserwartung stellen Industrienationen vor eine große Herausforderung. Junge Menschen finden speziell in Großstädten keinen bezahlbaren Wohnraum und stehen immer häufiger in der Verantwortung, sich um den älteren Teil der Bevölkerung zu kümmern. Zudem sind ambulante Pflegedienste und Pflegeheime mehr und mehr ge- und überfordert. Grundlegend wünscht sich ein Großteil der Bevölkerung, so lange wie möglich selbstbestimmt in seiner privaten Umgebung leben zu können. Hinzu kommt, dass viele ältere Menschen allein leben, weil der/die Partner:in verstorben ist oder weil auch ältere Menschen immer häufiger Single sind, Unterstützung im Alltag benötigen und finanzielle Nöte haben. Laut einer Umfrage des Statistischen Bundesamts (destatis) aus dem Jahr 2021 leben rund 6 Millionen ältere Menschen in Deutschland allein. 


    Damit Jung und Alt ihre gemeinsame Zukunft weiterhin lebenswert gestalten können, werden alternative beziehungsweise innovative Wohnformen benötigt. Nach den vier bekanntesten Wohnformen im Alter legen wir euch daher zwei alternative Wohnformen für Senior:innen ans Herz, die viele Vorteile bieten.

    Drei alternative Wohnformen im Alter: Zusammen ist man weniger allein

    1. Senior:innen WGs

    Wer hat behauptet, dass es nur in jungen Jahren toll und sinnvoll ist, in einer Wohngemeinschaft zu leben? Vor allem dann, wenn ihr keine:n Lebenspartner:in (mehr) habt und nicht laufend auf die Hilfe eurer Familie angewiesen sein möchtet oder keine Familie (mehr) habt, ist eine WG mit Menschen in eurem Alter eine super Alternative. So sehen das auch 33 Prozent der Befragten einer DGQ-Umfrage.

    Nicht nur, weil ihr immer jemanden um Hilfe bitten und ihr euch die alltäglichen Aufgaben teilen könnt, sondern vor allem auch, damit Einsamkeit, Langeweile und Unterforderung keine Chance haben. Des Weiteren könnt ihr euch dadurch auch viele Kosten wie beispielsweise für Einkäufe, haushaltsnahe Dienstleistungen, ein Auto, einen Treppenlift, gemeinsame Hobbys, einen Garten, ein Haustier und vieles mehr teilen.

    2. WGs mit jüngeren Menschen

    Aufgrund von Wohnungsnot in Großstädten ziehen immer mehr Student:innen und Auszubildende in WG-Zimmer, die von älteren Menschen angeboten werden. Umgekehrt, da ältere Menschen oft einsam sind, Hilfe benötigen oder in finanzieller Not sind. Schade eigentlich, dass diese Konstellation nur dadurch entstanden ist, denn natürlich kann es für beide Seiten sehr bereichernd sein.

    Hierbei könnt ihr zwischen zwei Varianten wählen

    • Die klassische Mietvariante, bei der der/die Mitbewohner:in monatlich seine Miete (plus Nebenkosten) bezahlt.
    • Sofern ihr im Alltag regelmäßig Hilfe benötigt, kann euch die jüngere Person bei Einkäufen, im Haushalt, Arztbesuchen, bürokratischen Dingen usw. unterstützen und ihr verzichtet stattdessen auf die Miete. Das setzt natürlich viel Vertrauen und Verlässlichkeit voraus, weshalb ihr euch vor der Entscheidung erstmal in Ruhe kennenlernen solltet.

    3. Generationenübergreifendes Wohnen – Siedlungen oder Mehrgenerationenhäuser

    Stellt euch vor, ihr lebt in eurer eigenen Wohnung oder im eigenen Haus und eure Nachbarschaft bildet ein verlässliches soziales Umfeld, das ihr immer um Hilfe bitten und selbst eure Unterstützung anbieten könnt, mit dem ihr gemeinsam kocht, gärtnert, Feste feiert und den Kindern von nebenan vorlesen und ihr euch von ihnen die neuesten Technologien erklären lassen könnt? Das klingt zu schön, um wahr zu sein? Diese alternative Wohnform existiert bereits in immer mehr deutschen Städten und wird auch generationenübergreifendes Wohnen genannt. 37 Prozent der Befragten würden das Leben in einem Mehrgenerationenhaus anderen Wohnformen vorziehen. Das Schöne an dieser Wohnsituation? Hier profitiert jeder von jedem. Die Jüngsten lernen von den Älteren, wer keine Enkelkinder hat, kann sich trotzdem um die Sprösslinge in der Nachbarschaft kümmern, Kommunikation und gemeinsame Aktivitäten finden täglich statt, und wenn ihr doch mal eure Ruhe haben möchtet, bleibt eure Tür einfach mal für einige Stunden geschlossen. Und: Wie wäre es mit gemeinsamen Ausflügen und Urlauben?

    Egal, ob Alt oder Jung – wer sich für das generationenübergreifende Wohnen entscheidet, wird keine Eintönigkeit und Einsamkeit befürchten müssen, kann andere Menschen fördern und wird gefordert, spart Kosten und nimmt so lange wie möglich am Leben aller Generationen teil. Gleiches gilt beispielsweise auch für das Zusammenleben mit Menschen mit Behinderungen – ihr habt die Möglichkeit, euch auszutauschen, Erfahrungen zu sammeln – vielleicht, indem ihr die Gebärdensprache lernt – und so viel mehr. Inklusion halt. 😊

    Alternative Wohnformen und ambulante Pflege

    Zwar ersetzt das Leben in einer Senior:innen-WG und generationenübergreifendes Wohnen keine medizinischen und pflegerischen Services, aber von Vorteil ist, dass ihr euch bei der Inanspruchnahme eines ambulanten Pflegedienstes viel besser austauschen und euch zum Beispiel die Kosten für Haushaltsleistungen und Umbauten teilen könnt. Hinzu kommt, dass ihr euch natürlich gerade zu Beginn einer Pflegebedürftigkeit auch noch gegenseitig unterstützen und kleinere pflegerische/betreuerische Maßnahmen selbst erledigen könnt, sofern ihr euch damit wohler und unabhängiger fühlt. Ob Senior:innen-WG, WGs mit jüngeren Menschen oder generationenübergreifendes Wohnen – kommen Erkrankungen wie Demenz hinzu, muss immer individuell entschieden werden, inwiefern das Leben in den eigenen vier Wänden für alle Beteiligten noch sicher und lebenswert ist.

    Bald stellen wir euch alternative Wohnformen für Senior:innen noch genauer vor. Seid gespannt. 🙂

    Hier geht’s zu den die vier bekanntesten Wohnarten im Alter.

     

    Titelbild: © Adobe Stock – Halfpoint

     

  • Die 4 bekanntesten Wohnformen im Alter

    Die 4 bekanntesten Wohnformen im Alter

    Wohnst du noch oder lebst du schon? Wendet man den allseits bekannten Werbeslogan im demografischen Kontext an, wird uns schnell bewusst, dass unsere nahe Zukunft nach neuen Wohnmodellen verlangt. Wer hilft mir, wenn mir der Alltag plötzlich nicht mehr so leicht von der Hand geht, ich aber so selbstbestimmt und aktiv wie möglich leben will? In unserem ersten Wohnformen-Teil stellen wir euch die vier bekanntesten Wohnformen im Alter vor.

     

    Habt ihr euch schon mal gefragt, wie ihr im Alter und im Fall einer Pflegebedürftigkeit leben wollt? Noch nicht? Dann wird es Zeit! 😉 Denn spätestens wenn wir bestimmte Dinge nicht mehr selbst erledigen wollen oder können, sind wir auf die Hilfe anderer angewiesen. Je nachdem, wie stark die gesundheitlichen Beeinträchtigungen sind, stellt sich dann auch die Frage, ob das eigene Zuhause durch eine altersgerechtere Wohnform ersetzt werden sollte.

    Die vier bekanntesten Wohnformen im Alter

    1. Privates Wohnen

    Eine Umfrage der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ) hat ergeben, dass 37 Prozent der Befragten so lange wie möglich selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben möchten. Je nach Pflegebedürftigkeit kann das Wohnen zu Hause aber auch viele Gefahren und Risiken mit sich bringen. Hinzu kommt, dass der Alltag als allein lebende Person sehr einsam sein kann. Andererseits gibt es vielen Menschen auch Kraft und Motivation, bis ins hohe Alter in ihrem gewohnten Umfeld leben zu können.

    Um euren Alltag zu Hause weiterhin lebenswert und risikoarm gestalten zu können, könnt ihr je nach individueller Situation auf unterschiedliche Hilfeleistungen zurückgreifen:

    Partner:innen und Freund:innen

    Sofern ihr eine:n Lebenspartner:in an eurer Seite habt, greift ihr euch natürlich gegenseitig unter die Arme und könnt häufig noch viele Arbeiten im Alltag ohne zusätzliche Unterstützung erledigen. Natürlich könnt ihr euch auch von verlässlichen und hilfsbereiten Freund:innen und Nachbar:innen helfen lassen.

    Familie

    Falls ihr engen Kontakt zu anderen Familienmitgliedern habt und diese in eurer Nähe wohnen, übernehmen sie sicher auch gerne mal einen wöchentlichen Großeinkauf, fahren euch zum Arzt oder helfen im Haushalt.

    Professionelle Betreuung und Alltagshilfen

    Genügt die private Unterstützung nicht, scheut euch nicht, euch von Profis unter die Arme greifen zu lassen. Ob „Essen auf Rädern“, Einkaufsdienste, Haushaltshilfen, Betreuungspersonen, die mit der pflegebedürftigen Person Spaziergänge, Ausflüge machen oder regelmäßig vorlesen, kochen und vieles mehr. Sofern ihr die finanziellen Mittel habt oder Sozialleistung bezieht, nehmt diese zusätzlichen Hilfen auf jeden Fall in Anspruch.

    2. Ambulanter Pflegedienst

    Wer sich dazu entschließt, bis ins hohe Alter zu Hause leben zu wollen oder nicht die finanziellen Mittel hat, um in einer Pflegeeinrichtung zu leben, ist irgendwann meist auf einen ambulanten Pflegedienst – hier geht es zu unserem Pflegedienst Sensus – oder eine private Pflegekraft angewiesen. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, dass Familienmitglieder oder Freunde die Pflege übernehmen beziehungsweise dass ihr die Pflege und Betreuung aufteilt. Welche Variante die sinnvollste ist, sollte immer individuell und mit allen Beteiligten entschieden werden, sofern dies noch möglich ist. Ist eine pflegebedürftige Person beispielsweise bereits stark dement und weigert sich, Hilfe durch einen ambulanten Pflegedienst anzunehmen, kann es zu einer nicht mehr so einfach zu lösenden Konfliktsituation kommen. Beispielsweise dann, wenn pflegende Angehörige an ihre pflegerischen und betreuerischen Grenzen kommen und weil das Risiko von Unfällen und weiteren Gefahren steigt. Dazu bald mehr!

    2. Betreutes Wohnen

    In professionell geführten und betreuten Wohneinrichtungen könnt ihr ebenfalls in euren eigenen vier Wänden leben. Diese sind auch architektonisch auf die Bedürfnisse betreuungs- und/oder pflegebedürftiger Menschen ausgerichtet. Sie gilt mit 48 Prozent als beliebteste Wohnform im Alter. Der Unterschied zu einer privaten Wohnung ist außerdem, dass gleich eine ambulante Pflege zur Stelle ist und euch je nach Bedarf zusätzliche Dienst-und Hilfeleistungen zur Verfügung stehen. Kosten fallen nur dann an, wenn ihr diese zusätzlichen Angebote auch wirklich nutzt.

    3. Pflegeheim (Altenheim)

    In einem Pflegeheim – auch Altenheim genannt – werdet ihr rund um die Uhr betreut. Die Risiken, dass in eurem Alltag etwas passiert, sind somit wesentlich geringer. Dafür sind die Kosten höher als bei der ambulanten Pflege. Zudem habt ihr in einem Pflegeheim weniger Raum für euch und damit auch weniger Privatsphäre. Dafür werden euch aber auch in der Regel gemeinschaftliche Aktivitäten angeboten – ihr habt also dann Gesellschaft und Aktion, wenn ihr es wünscht.

    4. Seniorenstift

    Ein Seniorenstift (oder Seniorenresidenz) ist die kostspieligste, aber auch komfortabelste Variante, wenn das eigenständige Leben nicht mehr so einfach fällt. Das Freizeitangebot ist oft sehr vielseitig und ihr habt wesentlich mehr Raum für euch, da ihr meist zwischen Apartment oder einer eigenen kleinen Wohnung wählen könnt. Die Pflegeleistungen reichen von ambulanter bis hin zu einer vollstationären Pflege. Angehörige sind natürlich immer willkommen und so habt ihr die perfekte Mischung aus Privatheit, Betreuung und Pflege.

     

    Im zweiten Wohnformen-Teil stellen wir euch zwei alternative Wohnformen vor, die immer beliebter werden. Aus gutem Grund!

     

    Titelbild: © Adobe Stock – Dragana Gordic